SoSe19 AK Curriculaentwicklung und DPG Frühjahrstagung 2019: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 11. Juli 2019, 11:54 Uhr

Vorstellung des AKs

Verantwortliche/r: Manu (Uni Wien) & Köln & Daniela (ehemals Frankfurt)

Einleitung und Ziel des AK
Wir haben auf der DPG Frühjahrstagung 2019 das Studienreform Forum organisiert. Dieses will die wissenschaftliche und inhaltliche Auseinandersetzung mit Curricula vorantreiben. Auf der ZaPF wollen wir jetzt erzählen und beraten:

  • Was ist bisher passiert?
  • Wie ist es gelaufen?
  • Was wollen wir anders machen?

Handelt es sich um einen Folge-AK?
https://zapf.wiki/WiSe_18_AK_Studienreform-Forum

Wer ist die Zielgruppe?
Leute, die sich mit der systematischen Auseinandersetzung mit Curricula beschäftigen wollen.

Wie läuft der AK ab?
Wir erzählen, was bisher geschah, fragen um Hilfe und voll viele Leute gehen mit dem Projekt gemeinsam in die nächste Runde.

Materialien und weitere Informationen

Arbeitskreis: AK Curriculaentwicklung und DPG Frühjahrstagung

Protokoll vom 09.06.2019

Beginn
10:30 Uhr
Ende
12:30 Uhr
Redeleitung
Daniela (ehemals Frankfurt)
Protokoll
Marius (TUM), Daniela (ehemals Frankfurt)
Anwesende Fachschaften
Universität Augsburg,
Freie Universität Berlin,
Humboldt-Universität zu Berlin,
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn,
Technische Universität Braunschweig,
Georg-August-Universität Göttingen,
JDPG; Junge Deutsche physikalische Gesellschaft,
Friedrich-Schiller-Universität Jena,
Universität zu Köln,
Technische Universität München,
Eberhard Karls Universität Tübingen,
Julius-Maximilians-Universität Würzburg,
Universität Wien,
Bochum


Zusammenfassung Curriculaentwicklung

Studiengangsreforms-Forum Bericht

Der Arbeitskreis "Curriculaentwicklung und DPG Frühjahrstagung 2019" auf der ZaPF in Bonn 2019 hat vom im März erstmals auf der DPG Frühjahrstagung für Didatik stattgefundenen Studienreform-Forum berichtet und über das weitere Vorgehen beraten.

Die Intention vom Studienreform-Forum ist es eine systematische Forschung zu Studiengangscurricula in der Hochschuldidaktik anzustoßen.

Dafür wurden Essays und Poster eingereicht und vorgestellt und vor Ort auf der Tagung fand eine Diskussionsrunde statt.

Es soll ein Bericht über das Studienreforms-Forum geschrieben werden. Dieser kann in einem Online-Journal der DPG veröffentlicht und auf der KFP vorgestellt werden. Deshalb gibt es hier keinen ausführlichen schriftlichen Bericht. Im AK wurden die zentralen Punkte der Diskussion vorgestellt. Diese waren die Schwierigkeiten in der Kommunikation zwischen Studis und Profs, insbesondere Frustration über ausbleibende Reaktion der Studis. Zusätzlich wurde über Überbelastungen und Ihren Einfluss auf das Studien-und Lernverhalten gesprochen. Die Diskussion war nur von wenigen Menschen besucht, aber ziemlich polarisiert. Konsens war allerdings, dass eine systematische Betrachtung von Studiengangscurricula notwendig ist und, dass eine Sammlung von Möglichkeiten wie Studiengänge gestaltet werden können von Interesse ist.

Die Essays und Poster wurden kurz vorgestellt.

AK Ergebnisse

In einem ersten Schritt wurde sich mit Hilfe von Tafelbildern über mögliche Themen und ihre (Meta-)Ebenen verständigt und eine gemeinsame Kommunikationsgrundlage geschaffen.

Zu Beginn des AKs gab es folgende offene Fragen:

  • Wie geht es mit der technischen Infrastruktur weiter?
  • Was wird der KFP kommuniziert?
  • Soll das Studienreforms-Forum fortgeführt werden? Wie und in welchem Rahmen?

In der Diskussion über die Zukunft des Studienreforms-Forum (SturefF) kamen wir zu dem Konsens, dass das SturefF Entwicklungsstrategien identifizieren und entwerfen soll.

Entwicklungsstrategien

Unter einer Entwicklungsstrategie ist ein grundlegendes Gerüst zur Maßnahmenfindung für ein angestrebtes Entwicklungsziel eines Studiengangs oder Curriculums zu verstehen.

Aufgrund der großen Diversität in Studiengängen im deutschsprachigen Raum finden wir es nicht sinnvoll konkrete Maßnahme wie zum Beispiel einen idealen, universellen Studienverlaufsplan zu entwickeln. Stattdessen sollen universell einsetzbare Strategien für die Entwicklung von individuellen Maßnahmen gefunden werden. Diese Strategien dienen dann je nach Studiengang und Hochschule der Entwicklung von Maßnahmen, die an die jeweiligen Gegebenheiten angepasst sind und dort umgesetzt werden.

Hochschuldidaktische Forschungsthemen

In diesem Kontext sollen Forschungsthemen/fragen zu Studiengangsentwicklung für die Hochschuldidaktik identifiziert und vorgeschlagen werden. Konkrete Ansprechpartner sind hierfür im Moment die DPG Didaktiktagung und die KFP.

Diese sollen nicht Verschriftlichung bereits bestehender hochschulpolitischer Ressentiments sein, sondern müssen genetisch aus einer offenen, systematischen, ganzheitlichen Betrachtung des Themas resultieren. Dazu gehört auch die Bildung von Theorien über die Erarbeitung von Entwicklungsstrategien (manchmal als "Meta-Ebene" bezeichnet).

Themen für Entwicklungsstrategien

Es ist naheliegend die bereits vorhandenen Themen auf der ZaPF (z.B. Diskussion von Übungskonzepten) und die eingereichten Themen des SturefF für die Identifikation der Forschungsthemen und den Entwurf der Entwicklungsstrategien zu verwenden.

Wir haben folgende Themen mit Beispielen gesammelt. Die hier nicht weiter diskutiert werden, sondern nur möglichst eindeutig beschrieben werden sollen, damit sie für spätere Arbeit wiedergefunden werden können:

  • Übungsbetrieb nachhaltig verändern um auf Restriktionen zu verzichten
  • Nichtlinearisierung (als Konkretisierung der früheren Bezeichnung "Flexibilität") der Curricula
    • Dies hat Einfluss auf
      • Auslandsaufenthalte
      • Inklusivität der Sprache und Studienvereinbarkeit
      • Spezialisierung im Bezug auf Diversität und Zeitpunkt
  • Methoden der Lehre/des Lernens:
    • Orientierung an Fragen oder Fundamentlegung durch Methoden (Auf Vorrat lernen?)
    • Praktikagestaltung: Methoden üben oder Neugier folgen
    • Stoffflexibilität
  • Umgang mit Überforderung im Stoff und Prüfungsumfang

In der Sammlung dieser Themen zeigten sich Grundkontroversen, die sich auf allen Ebenen auf die Studiengangsentwicklung auswirken. Sie beeinflussen sowohl Curricula, wie auch einzelne Veranstaltungen und alles dazwischen.

Folgende Kontroversen zeigten sich in der Suche nach Themen:

  • Menschenbild von einem Studierenden
  • Welche Methode wird angewandt um Studierenden Dinge zu vermitteln? z.B. Verschulung vs. Trial-and-Error
  • Handwerkszeug vs Eigeninteresse
  • Ziel des Studiums z.B. Wirtschaft, Wissensdurst

Konkrete Ansatzpunkte

Die Themen der ZaPF ergeben sich aus den Erfahrungen und Reibungspunkten der Studierendenvertretungen mit den konkreten Maßnahmen und Ausgestaltungen an ihren Hochschulen und dem Austausch darüber. Diese Maßnahmen sind kein Thema dieses Arbeitskreises, sind aber letztendlich die Quelle für die gemeinsame Arbeit. Die Abstraktion der konkreten Erfahrungen (mit individuellen Maßnahmen) ist die Ressource aus der wir Forschungsthemen identifizieren und Entwicklungsstrategien finden wollen.

Folgende Ansatzpunkte ergaben sich bereits aus der Diskussion:

  • Archivarbeit (in unseren Beschlüssen, Sammlungen zur Ordnungen etc.) zur Findung der Motivation für Regularien
  • Betrachtung von Muster-Besipielen (Beispielstudiengang A hat Modul B, welches besonders gut/schlecht für XY ist)
  • BaMa-Umfrage (Wie sehen Studiengänge im Moment aus? Vor allem der Hochschulbogen, soll alle 2 Jahre wiederholt werden, was ändert sich? Was wünschen sich die Studierende?)
  • Sammlung von Informationen zu Studiengängen unter Nutzung unserer fantastischen Vernetzung
  • Kontakte zu Forschungsgruppen, die bereits hochschuldidaktiksche Forschung zu verwandten Themen (z.B. Übungskonzepte) machen, herstellen

Nächste Schritte

Zusätzlich zur Arbeit im SturefF, die der Identifikation von hochschuldidaktischen Forschungsfragen und dem Entwerfen der Entwicklungsstragien dient, haben wir folgende Themen als wichtige Baustellen der ZaPF für die Studiengangsentwicklung gefunden:

  • Veränderung der Akkreditierungsrichtlinien
  • Stärkung von Gremien zur Studiengangsentwicklung

Konkrete nächste Schritte für die Arbeit am SturefF sind:

  • Wiki-Arbeit zur Aufarbeitung der alten Beschlüsse etc.
  • Studienverlaufspläne sammeln
  • Bericht für KFP und DPG Onlinejournal schreiben
  • Konzept für nächstes Forum vorschlagen
  • Technische Infrastruktur Verdauerung klären


Anmerkungen aus dem Zwischenplenum

Es soll die Archivarbeit sinnvoll dokumentiert werden im Wiki. Weiter Anhaltspunkte sollen außerdem folgende AKs sein:

Außerdem könnte folgende Liste interessant sein Studienpläne/Ordnungen

Zudem wurde insbesondere angeregt die gesammelten Studienverlaufspläne wie in den oben gennanten Aks zusammenzufassen und so diese AKs zu aktuallisieren.