SoSe26 AK Selbstverständnis AS
Vorstellung des AKs
Verantwortliche*r: Max (Alumni, ehem. Würzburg), Tobi(D), Andy (Alumni, ehem. WÜrzburg)
Einleitung und Ziel des AK
- Alte Säcke, (nicht zwangsläufig Alumni) sind ein Phänomen auf der ZaPF, das sowohl hilfreich aber auch schon mal als Störend betrachtet wird.
- Gerade der Raum, den Alte Säcke in der inhaltlichen Arbeit der ZaPF einnehmen - also vor allem wenn es um Anträge und Debatten im Plenum geht - wird von jüngeren ZaPFika in den letzten Jahren immer wieder kritisch wahrgenommen und auch kommentiert. Das lässt sich unter anderem an gesammelten Einschätzungen festmachen, die an uns herangetragen wurden, und war auch in den Evaluationen der ZaPF immer wieder Thema.
- Weil dieses Thema merklich schon länger brodelt, ist es aus unserer Sicht ein guter Zeitpunkt, uns mal wieder grundsätzlich zu unseren Perspektiven auf die Rolle(n) von Alten Säcken auf der ZaPF und unser Selbstverständnis als Teil der Tagung und der breiteren "Community" auszutauschen. Einerseits, weil wir davon bestimmt alle was lernen können, andererseits auch, weil ein Signal Richtung mehr Reflektion vielleicht auch in die ZaPF hinein die Wogen wieder etwas glättet. Und der letzte AK dazu ist genau 10 Jahre her, also auch irgendwie ein Jubiläum xD
- Gerade, wenn mal wieder eine ZaPF nicht alle Anmeldungen zulassen kann (looking at AK Anmeldeverfahren; (SoSe26_AK_Anmeldeverfahren), ist das Selbstverständnis auch ein wichtiger Debattenbeitrag bei der Frage, wohin knappe Kontingente im Zweifel vergeben werden.
- Der Ak ist inhaltlich nicht vorgeplant, aber hier sind Dinge in denen es sich um die sich der AK drehen könnte.
- Warum fahren wir eigentlich auf die ZaPF?
- Welche Chancen und Risiken bringt es mit sich, wenn wir uns in die inhaltliche Arbeit einbringen?
- Haben wir eine besondere Verantwortung dabei, wie wir auf der Tagung handeln? Wenn ja, welche?
- Welche Unterschiede ergeben sich zwischen Alumni und Alten Säcken, die einfach schon sehr lange für ihre Fachschaft teilnehmen?
- Wie gewichten wir Plätze für Alumni gegenüber Plätzen für reguläre Teilnehmika, falls sie eine begrenzte Ressource sind?
Handelt es sich um einen Folge-AK?
- Ja, der letzte war vor 10 Jahren in Konstanz: Selbstverständnis der alten Säcke
Wer ist die Zielgruppe?
- Alte Säcke, Alumni, Leute die schon mehr als ein oder zwei Mindeststudienzeiten dabei sind.
Wie läuft der AK ab?
- Wir reden.
Voraussetzungen (materielle und immaterielle)
- Keine
Materialien und weitere Informationen
- Keine
SoSe26 AK Selbstverständnis und Rolle der Alten Säcke auf der ZaPF
Protokoll vom 14.05.2026
Protokoll vorläufig überarbeitet, wird von Tobi und Max noch gegengelesen und ggf. korrigiert.
Beginn
- 15:50 Uhr
Ende
- 17:20 Uhr
Redeleitung
- Andy (Alumni, ehem. Würzburg)
Protokoll
- Max (Alumni, ehem. Würzburg)
Anwesende Fachschaften
- TU Chemnitz,
- Universität Düsseldorf (PuMP),
- Universität Mainz,
- Universität Siegen,
- jDPG,
- Universidad de los Saccos Veteres
Einstieg
Einstiegsfrage zum Ankommen, die Angabe war natürlich freiwillig :)
Ergebnis: 36, 35, 31, 24, 23, 23, 19, 19, 17, 15, 10, 5
-> Median: 21
-> Arithmetisches Mittel: 21,4
Tobi eröffnet den AK und fasst das alte Selbstverständnis aus 2016 zusammen. Insbesonders verliest er die Definition der Alten Säcke von 2016
keine Definition nötig, da es die brachiale Subjektivität des Begriffes einschränkt, die nötig ist, um den Begriff sinnvoll zu verwenden
Warum fahren Alte Säcke auf die ZaPF?
Andy fasst die aktuelle Situation zusammen und möchte unsere Rollen auf der ZaPF bzw. die Gründe warum wir auf die ZaPF fahren herausfinden.
Persönliche Motivation:
- Es macht Spaß, mit vielen diversen Fachschaften zusammenzuarbeiten und allgemein auf der ZaPF zu sein.
- Um nette Menschen zu treffen, die man sonst meistens nicht sieht.
- Übernommene Aufgaben auf der ZaPF, bspw. Gremienarbeit, machen Spaß.
- Um Input für die eigene (wissenschaftsnahe) Arbeit zu sammeln, aber auch um Themen über das Studium hinaus zu verfolgen.
Motivation "für die ZaPF"
- Um die ZaPF soweit wie möglich mit Wissen und Erfahrung zu unterstützen ("laufendes Wiki" zu manchen Themen).
- Um eine beratende Funktion einzunehmen und Denkanstöße zu geben.
- Um dazu beizutragen, dass bestimmte Themen auf der ZaPF behandelt werden, ohne auf ein konkretes Ergebnis zu drängen.
Motivation für die eigene Fachschaft (v.a. für Alte Säcke, die noch als Fachschaftika fahren)
- Zur Unterstützung und Entlastung von aktiven Fachschaftlern der eigenen Fachschaft auf der ZaPF.
- Um Themen in die eigene Fachschaft zu tragen und dafür zu sorgen, dass die ZaPF dort nicht in Vergessenheit gerät.
Welche Herausforderungen und Risiken bringt das Engagement als Alter Sack auf der ZaPF mit sich?
- In den Plenen entsteht ein komischer Eindruck, wenn mehrere Wortmeldungen in Folge mit "Name, Nummer, Alumni" beginnen. Das kann auf unerfahrene ZaPFika, gerade ZaPFi, abschreckend wirken.
- Bei studienbezogenen Themen geht man manchmal vom Stand von vor x Jahren aus, was den Anschluss an Diskussionen erschwert. Gleichzeitig hat man als Mensch trotzdem eine Meinung dazu.
- Einerseits kann man Wissen und Erfahrung nutzen und beispielsweise Diskussionen regulieren, andererseits kann das schnell auch als übergriffig empfunden werden.
- Auch bei der Mitarbeit an Resos ist es eine Herausforderung, Erfahrung (bspw. wie eine Reso "wirkungsvoll" geschrieben werden kann oder wie sie besser im Plenum ankommt) angemessen einzubringen - vor allem, wenn man die Position inhaltlich nicht dominieren möchte.
- Dazu gehört auch, dass wir vermehrt Perspektiven der anderen Seite, also von Adressat*innen der Resos, kennenlernen und einnehmen können.
- Engagement über eine lange Zeit verfestigt Meinungen und sorgt für tendenziell konservatives Auftreten.
- Wenn (gerade neue) ZaPFika mit Alten Säcken negative Erfahrungen machen, kann das schnell ihre Motivation killen, sich weiter zu engagieren.
- Wir haben über längere Zeit Wandel gesehen, mit guten und schlechten Ergebnissen. Wir wollen versuchen das schlechte aktuell zu vermeiden. Das kann beim Gegenüber schlecht aufgenommen werden.
- Durch den Corona-Bruch ist ein überdurchschnittlich deutlich sichtbarer Block an sehr alten Säcken entstanden, die schon über 10 Jahre dabei sind. In den Jahrgängen darunter werden es weniger, dadurch fehlen auch regulierende Elemente.
Zwischenfazit
Was nehmen wir aus diesen Sammlungen mit: Wir haben häufig noch eine Meinung zu aktuellen Themen auf der ZaPF. Die Frage ist, wie wir sie so einbringen, dass ein Mehrwert entsteht, ohne gleichzeitig die Diskussion und Positionsfindung zu dominieren (bspw. im Sinne von "das haben wir immer schon so gemacht").
What can we do?
- Es ist wichtig, wie wir unsere Standpunkte darlegen und wie wir auftreten. Sorgsame Formulierungen sind wichtig.
- Wir müssen abwägen, welches Maß an Warnungen/Schutz im Sinne von "Das hat in der Vergangenheit aber wegen XYZ nicht funktioniert" konstruktiv ist und wo man Dinge auch einfach einmal laufen lassen muss - auch, wenn letzteres schwierig ist.
- Bewusst darauf achten, die eigene Arbeit auf der ZaPF offen zu gestalten und immer wieder neuere Teilnehmika mit einzubeziehen - das hilft auch gegen die Wahrnehmung als Block der Alten Säcke.
- Wir wissen untereinander, wie wir miteinander umgehen und reden können und können uns dadurch auch gegenseitig besser regulieren als andere ZaPFika uns.
- Dinge auch mal einfach laufen lassen, nicht einmischen um des Einmischens willen!
Platzvergabe auf der ZaPF
- Der AK Vergabeverfahren hat als Empfehlung festgehalten, dass Alumni bei der Platzvergabe die niedrigste Priorität (insbesondere niedriger als alle aktiven Fachschaftika) haben. Es besteht Konsens, dass wir uns dieser Priorisierung anschließen.
- Solange wir aktiven Fachschaftika keinen Platz wegnehmen, kommen wir gerne und bringen uns ein. Dabei unterstützen wir die ausrichtende Fachschaft auch gern, indem wir uns bspw. um eine externe Unterkunft kümmern.
- Dabei müssen wir aber auch darauf achten, nicht "systemrelevant" zu sein und auch nicht so zu wirken! Eine Orga soll keinen Druck dabei verspüren, die Priorisierung aktiver Fachschaftika gegenüber Alumni auch anzuwenden.
- In diesem Kontext wird auch diskutiert, dass das neue Anmeldeverfahren ggf. ein Kontingent für "geladene Gäste", etwa Vertretika anderer BuFaTas, kennt. Es besteht Konsens, dass Alumni nicht unter dieses Kontingent fallen sollen, auch wenn sie bspw. Beiträge zum Programm bieten würden. Auch wenn für Alumni kein Tagungsplatz besteht, gibt es Möglichkeiten beizutragen, etwa über eine Teilnahme als Helfikon mit privater Unterkunft oder durch Besuche "untertags".
Fazit zu diesem Thema: Wir unterstützen die Orgas dabei, dass Alumni bei der Vergabe von Tagungsplätzen die geringste Priorität erhalten und aktive Fachschaftika grundsätzlich vorgezogen werden.
Zusammenfassung/Ausblick
Wir haben uns darüber ausgetauscht, wie wir als Alte Säcke unser Verhältnis zur ZaPF sehen und warum wir auf die Tagung fahren. Dabei wurden sowohl persönliche Beweggründe (hauptsächlich Freude an der Tagung und der Arbeit hier) als auch Beweggründe hinsichtlich eines positiven Beitrags auf die ZaPF, die inhaltliche Arbeit und teilweise die Arbeit der eigenen Fachschaft genannt.
Insbesondere zeigt sich, dass viele der Anwesenden verschiedenen Mehrwert sehen, den sie für die strukturelle und inhaltliche Arbeit der ZaPF beitragen können. In diesem Zusammenhang haben wir auch Herausforderungen für Alte Säcke definiert, bspw. dass der Machtunterschied durch Alter und ZaPF-Erfahrung auch gut gemeinte Unterstützungsbeiträge übergriffig wirken lassen kann. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, ist vor allem sorgsame Sprache und bewusstes Handeln in Diskussionen und im Plenum wichtig.
Zum Thema Platzvergabe auf der ZaPF besteht unter den anwesenden Alten Säcken ein Konsens, dass aktive Fachschaftika grundsätzlich höher priorisiert werden sollten. Um die Orga beim Durchsetzen dieser Empfehlung wirklich frei zu machen, sprechen wir uns auch gegen ein System aus, in dem Alte Säcke im Einzelfall als geladene Gäste doch wieder einen priorisierten Platz erhalten können.