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WiSe25 AK englischsprachige Fachschaftsarbeit

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Version vom 16. April 2026, 15:22 Uhr von Fritz (ZaPF-Login) (Diskussion | Beiträge)
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Vorstellung des AKs

Verantwortliche*r: Fritz und Lisa-Marie (FUB)

Einleitung und Ziel des AK
Die Freie Universität hat einen deutschsprachigen Physik-Bachelor- und einen englischsprachigen Physik-Master-Studiengang und dadurch viele internationale Studis im Master. Als Fachschaft wollen wir auch englischsprachige Leute in unsere Arbeit integrieren (sowohl in soziale Events als auch Hochschulpolitik), haben allerdings damit Schwierigkeiten. Die Uni ist dabei selten hilfreich, da sich die FU zwar mit internationalen Studis rühmt, aber oft zahlreiche Dokumente (insbesondere hochschulpolitisch relevante) nicht auf Englisch anbietet. \\ Wir wollen uns darüber austauschen, wie das so an anderen Unis klappt (oder nicht), und wie man am besten mit den Sprachproblemen umgehen kann. Vielleicht Sammlung mit Best-Practice-Beispielen erstellen.

Handelt es sich um einen Folge-AK?
Nein. Es gibt zwar immer wieder Austausch auf der ZaPF zu den diversen Vorteilen und Problemen mit englischsprachigen bzw gemischtsprachigen Studiengängen, dabei wurde aber noch nie richtig über die Auswirkungen auf Fachschaftsarbeit diskutiert.

Wer ist die Zielgruppe?
Fachschaften mit englischsprachigen Studiengängen sowie englischsprachigen Fachschaftsmitgliedern.

Wie läuft der AK ab?
Austausch über Situation in den jeweiligen Fachschaften, dann Sammlung von Lösungsansätzen.

Voraussetzungen (materielle und immaterielle)
Am besten eigene Erfahrungen.

Materialien und weitere Informationen
Nein

Pad: https://pads.zapf.in/WiSe25AK_engl_FSarbeit#


WiSe25 AK englischsprachige Fachschaftsarbeit

Protokoll vom 02.11.2025

Beginn
18:40 Uhr
Ende
20:05 Uhr
Redeleitung
Fritz und Lisa-Marie (FU Berlin)
Protokoll
Vincenz (Ilmenau), Annika (Dresden)
Anwesende Fachschaften
RTWH Aachen, Humboldt-Universität zu Berlin, Ruhr-Universität Bochum, Universität Bremen, Technische Universität Dresden, Georg-August-Universität Göttingen, Technische Universität Ilmenau, Universität zu Köln, Universität Leipzig, Universität Potsdam,


Protokoll

Vorstellungsrunde: Name, Nr, Uni, Stand

  • Dresden: Wir haben einen deutschen Bachelor und englischen Master. Wie binden andere Unis Leute in den Gremien ein? Bei uns funktioniert das nicht so wirklich.
  • Potsdam: deutscher Bachelor und Master, eng Master soll entstehen, engl Astromaster. Englischsprachige Studis wollten zur Sitzung kommen, deshalb Protokoll umgestellt, Studi leider nicht aufgetaucht
  • Ilmenau: deutschsprachiger Bachelor und Master, neuer englischsprachiger Master an der Fakultät. Wir haben aber einen hohen Internationalisierungsgrad an über 50% an der Uni inzwischen. Es gibt den Bund ausländischer Studierender, der sich ähnlich wie die Zapf zu speziell den Themen ausländischer Studis auseinandersetzt: https://bas-ev.de/
  • Aachen: Bachelor de, Master eng. Sitzungen deutsch, Internationals schlecht zu erreichen und kaum präsent, es gibt Initiativen, die sich schon um sie kümmern und sie dabei abwerben
  • FU Berlin: vorwiegend englischsprachige Masterstudis
  • Bochum: Bachelor auf deutsch, Master auf Englisch. Problem in der Fachschaft ist das Veranstaltungen großteils auf deutsch sind und dementsprechend Internationals nicht wirklich angenommen werden.
  • Bonn: de Bachelor, en Master, wie Englischsprachige Menschen erreichen, da Sitzungen, Veranstaltungen de, Referat Internationales wiederbelebt, das sich darum kümmern soll. Wie erreicht man Menschen? Es gibt eine englischsprachige Einführungswoche. Deutsches und Englisches Protokoll
  • HU Berlin: Bachelor de, Wahlmodule englisch, teilweise englische Master, in einem Bachelor-Semester 3 Nicht-Deutsch-Muttersprachler
  • Köln: Haben einen englischsprachigen Master. Wir versuchen immer wieder Internationals einzubeziehen. Sind da an unserer Uni aber recht allein. Wenn Leute anwesend sind, wird die Sitzung auf englisch gehalten und protokolliert, aber haben Probleme, sie dort zu halten. Die Gremien der Fachgruppe sind aufgrund von Professoren eh großteils auf englisch und kriegen dementsprechend dort recht gut Leute eingebunden. Es gibt englische Einführungsveranstaltungen.
  • Bremen: Master neu auf englisch, vorher schon andere englische Masterstudis. Internationals haben prinzipiell schon Interesse an Hochschulpolitik, scheitern aber an der vorgegeben Sitzungssprache als Deutsch. Wir kommunizieren aber recht viel auf Englisch.
  • Leipzig: 2 Bachelor: einer deutsche Pflichtmodule, einer komplett englisch (grundständig, ohne Zulassungsvoraussetzungen), aber dafür 8 Semester, Master englisch. Damit sehr viele englischsprachige Studis. Sitzungen abwechselnd de/en, immer mehr Internationals eingebunden, Probleme durch ankommende neue Internationals, die einfach nach Abituräquivalent mit Visum herkommen können
  • Göttingen: Deutschen Bachelor und englischen Master; 110 BA-Erstis mit 10% Internationals, im Master sinds 22%. Haben englischsprachige Tutorien auch schon im Bachelor. Leute, die kein deutsch sprechen, engagieren sich bis jetzt kaum, liegt aber auch an unseren Strukturen. Versuch, Werbung auch auf Englisch zu machen oder extra Veranstaltungen für sie.
  • Erlangen: Ba deutsch, Ma englisch. Deutsche Sitzungen, wenn Internationals anwesend auf enlisch. Da dann bedeutend länger kommen weniger Leute hin und Internationals halten sich nicht lange.


aufgekommene Themen

Fachschaftssitzungen, Hochschulpolitik intrinsisch deutsch, Soziale Veranstaltungen, Kulturelle Probleme und Gewalt.

Sitzungskultur

  • Leipzig: Regelmäßige deutsche Sitzungen und dann monatliche Englische Sitzungen. Es haben sich parallel Strukturen aufgebaut, die nicht miteinander interagiert haben.
  • Göttingen: Sitzungen sollten gemeinsam stattfinden. Sprache an anwesende Menschen anpassen, englisch eigentlich kein Problem, außer bei großen Diskussionen. Dann Teil auf deutsch mit Übersetzung. Sitzung mit Dolmetscher klappt schlecht
  • Leipzig: ihre Lösungen haben nicht funktioniert, Menschen sprechen schlechtes Englisch
  • Ilmenau: Unsere StuRa-Sitzungen sind auf Englisch. Menschen können aber zu bestimmten Themen deutsche Beiträge liefern und werden dann sinngemäß übersetzt. Internationals konnten trotzdem Sitzungen schlecht folgen, haben sich nicht wohlgefühlt und sind deshalb verschwunden.
  • FU Berlin: Wenn englischsprachige Menschen wird englisch gesprochen, das funktioniert eigentlich auch. Frage an Leipzig: Kommunikation hat dann durch Englische Sprache nicht mehr funktioniert? - Ja

Erfahrungen zu hochschulpolitischen Glossaren

  • Bonn: Abkürzungsregister übersetzt, Fachschaft als Wort einfach übernommen
  • Leipzig: Students representatives für FSR, students council für StuRa, es halten sich trotzdem andere Begriffe. Englische und Deutsche Erklärungen auf Website.
  • FU Berlin: Kultur muss neu erklärt werden, da andere Uni-Kultur und Hochschulpolitik woanders gelebt wird.
  • Göttingen: Webseite auf Englisch übersetzt, unsensibel für kulturelle Unterschiede, da für deutsche Erstis konzipiert. Master-ESE auf Englisch, bekommen auch eigene Ersti-Zeitung mit Erklärung der Hochschulpolitik und des FSRs
  • Ilmenau: Don't Panic: Erklärung der Unigremien, übersetzt auf Englisch
  • Frage an HU Berlin: Sitzungssprache? - auf Deutsch, VertreterIn (International) lernt Sprache immer besser und kann Sitzung immer besser verfolgen, war aber am Anfang schwierig

Kulturelle Unterschiede/ Alles außer Sprachebarriere

  • Köln: Bei uns ist es gar nicht so ein großes Sprachproblem, sondern eher ein Kultur-/Finanzierungs-/Visaproblem.
  • Bonn: Internationals vernetzen sich viel untereinander und haben dort ihre sozialen Strukturen
  • Leipzig: Es kommt zu sehr vielen Gewaltproblemen bis hin zu Hausverboten gegen Studierende. Konfliktenstehung ist oft in der Community der Internationals. Große Anzahl an Einzelfällen zieht viele Kapazitäten von den Beratungsstellen der Fakultät.
  • Frage an Leipzig: Was sind Gründe für Konflikte? - es schaukln sich Konflikte hoch, von Bedrohungsgefühlen und psychischen Problemen geht es oft zu Gewalt gegen andere Studis und die Uni über
  • Ilmenau: Sehr wahrscheinlich rechte Angriffe auf Internationals, daraufhin Hysterie unter ihnen. Viel Arbeit, diese wieder in den Griff zu bekommen. Dynamiken in den Subkulturen sollte man versuchen zu erkennen und ist es sehr hilfreich in Ihnen präsent zu sein.
  • Leipzig: Probleme von internationalen Gruppen untereinander
  • Frage an Leipzig: Englischsprachiger Bachelor als Alleinstellungsmerkmal. Habt ihr extra Anlaufstellen für sie? - Hinweise auf psychosoziale Beratungsstelle und an Stelle für Internationals, die allerdings oft nicht angenommen werden.

Sprache auf Veranstaltungen

  • FU Berlin: Mn kann Gemischte und vereinzelte Veranstaltungen für Internationals und Deutschsprachige machen, damit auch Festlegung der Sprache. Habt ihr Ideen dazu und wie macht ihr das?
  • Köln: Vollversammlung findet zweisprachig statt. Dort gibt es auch Infos zu den Hochschulwahlen. Veranstaltungssprache hängt meist von der Art der Veranstaltung ab, wenn es Infoteile gibt. Ansonsten funktioniert bilingual meist recht gut.
  • Bremen: dieses Jahr sämtliche Veranstaltungenin der O-Woche bilingual, Probleme bei neuem Studiengang, da auch die Fachschaft dafür noch sehr neu ist
  • Göttingen: Goto auf Deutsch, wenn sinnvolle Öffnung für Englischsprachige möglich, dann machen wir das eigentlich auch(Bsp. Spieleabende) Die werden dann auch bilingual beworben. Wenn man Sachen bilingual veranstaltet, dann sollte man auch auf die kleinen Hürden achten und beiseite räumen (Bsp. englische Spieleanleitungen ausdrucken)
  • FU Berlin: hat englische Spiele oder Spiele, die man auf englisch spielen kann angeschafft
  • Bonn: UNO ist ein sehr beliebtes Spiel dafür
  • Bochum: Werbung auf Deutsch und Englisch, wenn auf Veranstaltungen deutsch gesprochen wird, fühlen sich Internationals nicht wohl. Komplett Englischsprachige Veranstaltungen kommen gut an, Frage, ob man damit dann Bachelorstudis ausschließt. Wie ist das bei den anderen?
  • FU Berlin: Besonders in Physik sollte man irgendwann Englisch können.
  • Erlangen: Meiste Events auf Englisch beworben, außer wenn es explizit an Bachelor geht.
  • Bonn: Master und Bachelorstudis sind bei uns meistens ne unterschiedliche Zielgruppe. Sie stecken in völlig verschiedenen Lebebssituationen.
  • Ilmenau: Man erreicht Internationals sehr schlecht. Emails werden kaum gelesen. Wenn nicht innerhalb der Community für Sachen geworben werden, schaut es schlecht aus.
  • Göttingen: Frage an Ilmenau: Gründe dafür? - Vermutlich kulturelle Gründe, dort Verschulterer Bachelor und damit mehr Betreuung und weniger Selbstständigkeit gewöhnt
  • Köln: unselbstständig, sie wenden sich zuerst an StuGaKo Master, auch wenn es auf der Webseite steht
  • Leipzig: Die Leute, die bei uns ihren Bachelor gemacht haben, haben im Master dann trotzdem meist noch die selben Probleme.
  • Erlangen: Frage: Zulassungstest im Master?:
    • Leipzig: bachelor muss abgeschlossen sein
    • Potsdam: 50% Bewerber durch Test gefallen
    • Verweis dieser Diskussion auf AK Zulassungsbeschränkungen, man kann dieses Thema noch größer aufziehen

Hochschulpolitik

  • Ilmenau: Wir sollen Internationals für die nächste Begehung unserer Systemakkreditierung zu finden und haben damit gerade ein wenig größere Probleme.
  • Köln: Wir hatten keine Probleme Internationals zu finden für Akkreditierungsbegehungen.
  • FU Berlin: Also sind in höheren Gremien nur Studis mit mindestens recht guten Deutschkenntnissen. - Allgemeine Zustimmung
  • Dresden: eigene, komplett mit Internationals besetzte Gremien für Master OME, werden von FSR entsendet, aber sonst keine Zusammenarbeit
  • Aachen: Studierendenparlament: Liste von Studis, die sich als Vertreter der internationals sehen, können gut Deutsch, sind aber eher unbeliebt bei den anderen Gruppen
  • Göttingen: Es gibt ne Vertretung für Internationals auf Uniebene, aber das Gremium konstituiert sich nie. Wir sind da auf Problems- und Lösungssuche.


Zusammenfassung/Ausblick

  • weitere AKs mit Lösungssuche auf nächsten Zapfen
  • Leipzig: Internationals auf Zapf? Immer nur mit Deutsch beworben, das würde auch schlecht funktionieren.