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SoSe26 AK Transdisziplinaritaet im Physikstudium: Unterschied zwischen den Versionen

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** Lehrveranstaltungen zu Gender and Diversity in Physics, Feministische KI: Künstliche Intelligenz für alle?, Gender & Diversity in der MINT Bildung ...
** Lehrveranstaltungen zu Gender and Diversity in Physics, Feministische KI: Künstliche Intelligenz für alle?, Gender & Diversity in der MINT Bildung ...


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'''Anwesende Fachschaften'''<br />
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Version vom 14. Mai 2026, 18:04 Uhr


Vorstellung des AKs

Verantwortliche*r: Katrin (Darmstadt, StAPF)

Einleitung und Ziel des AK

Wir wollen gemeinsam sammeln, was es an euren Unis für Ansätze und Angebote gibt, um transdisziplinäre Perspektiven zu vermitteln oder zu thematisieren. Geschieht das durch Wahlmodule, zusätzliche Angebote, gar nicht oder ggf. sogar direkt in euren Pflichtveranstaltungen integriert?

Handelt es sich um einen Folge-AK?

Nein

Wer ist die Zielgruppe?

Alle ZaPFika

Wie läuft der AK ab?

Kurzer Input, zum Transdisziplinären Ansatz und wieso er teil vom Physikstudium sein sollte. Danach Austausch, welche Angebote es dazu bei euch gibt.

Voraussetzungen (materielle und immaterielle)

Keine

Materialien und weitere Informationen

Mögliche Definition von Transdiziplinarität:
  • nach Jahn, T., et al., Transdisciplinarity: Between mainstreaming and marginalization, Ecol. Econ. (2012), doi:10.1016/j.ecolecon.2012.04.017
  • "Transdisciplinarity is a critical and self-reflexive research approach that relates societal with scientific problems; it produces new knowledge by integrating different scientific and extra-scientific insights; its aim is to contribute to both societal and scientific progress; integration is the cognitive operation of establishing a novel, hitherto non-existent connection between the distinct epistemic, social–organizational, and communicative entities that make up the given problem context."

Beispiele zu Veranstaltungen und Professuren im transdisziplinären Bereich:

  • Interdisziplinärer Studienschwerpunkt Sustainable Futures an der TU Darmstadt mit Veranstaltungen wie:
    • Seminar: (Natur-)Wissenschaft, Technik, Frieden - Von Abschreckung zu Disruption: Nuklearwaffen, KI und Weltraum
    • Ringvorlesung: Global Challenges
    • Seminare zu Technikreflexion und Maschinenethik
    • usw.
  • Friedens- und Konfliktforschungs-Professur und Arbeitsgruppe an der TU Darmstadt: Prof. Dr. Malte Göttsche
    • Lehrveranstaltungen zu Science for Nuclear Arms Control & Zukunft der Kernenergie
  • Professur zu Gender Studies in MINT und der "Science and Technology Studies" (STS) mit Fokus auf die Physik an der FU Berlin: Prof'in Dr'in Martina Erlemann
    • Lehrveranstaltungen zu Gender and Diversity in Physics, Feministische KI: Künstliche Intelligenz für alle?, Gender & Diversity in der MINT Bildung ...

SoSe26 AK Transdisziplinaritaet im Physikstudium

Protokoll vom 14.05.2026

Beginn 15:50 Uhr
Ende 17:10 Uhr
Redeleitung Katrin (Darmstadt, StAPF), Elliot
Protokoll Vincenz (TU Ilmenau)
Anwesende Fachschaften

  • HU Berlin (IMP),
  • TU Berlin (Physik),
  • TU Darmstadt,
  • Universität Göttingen,
  • Universität Hamburg (Physik),
  • TU Illmenau,
  • Universität Lübeck,
  • Universität Mainz,
  • Universität Marburg,
  • Universität Oldenburg

Protokoll

Input zu Beginn

Katrin und Elliot haben eine Präsentation mitgebracht, um die Problematik und Thematik vorzustellen. Transdisziplinarität meint, die Kombination von Themengebieten mit der Physik, die nicht naheliegen (Bsp. Genderstudies). Integration soll nach "broad interdisciplinarity" erfolgen, i.e. es wird nicht zusätzlich oben drauf über Wahlbereiche, Zustzmodule, etc gepackt, sondern schon in den Grundlagenfächern eingebunden werden. Die zentralen Fragen sind:

  • Was gibt es schon?
  • Was wünscht ihr euch?

Was gibt es?

  • Marburg: Es gibt einen Studiengang "Physik und KI" und noch weiteres interdisziplinäres Angebot, welches allerdings großteils im Mint-Bereich bleibt. Wunsch auch mehr VErnetzungen in den gesellschaftwissentschftlichen Bereich.
  • Göttingen: Wir haben seit letzten Jahr auch einen 4 jährigen Bachelor "Physik Interdisziplinär". Man kann ein Nebenfach wählen. Man ist im außerhalb der Physik nicht auf den MINT-Bereich beschränkt und kann etwa auch Philosophiemodule belegen.
  • TU Berlin: Wir haben den achtsemestrigen Studiengang Naturwissenschaften in der Informationsgesellschaft.
  • Göttingen: Wir haben ein sehr anwendungsnahes Programmiermodul "Computergestütztes wissenschaftliches Rechnen"
  • Hamburg: Wir haben ein Friedensforschungsbereich an der Uni. Es gibt aber noch keine Module, da sie erst gegründet wurde
  • HU Berlin: Wir haben mit dem "IMP" einen MINT-interdisziplinären Studiengang.
  • Göttingen: Wir haben auch noch eine Physikdidaktikprofessur. Gibt es denn auch Masterstudiengänge?
  • HU Berlin: Es wird gerade ein Master konzipiert.
  • Oldenburg: Haben seit neuestens einen Master "Data Science and Machine Learning"
  • Ilmenau: Bekannt aus dem AK Zins sind, dass zumindest im MINT-Interdisziplinarität vor allem von den spezialisierteren Studiengängen auch Master existieren.

Was wünscht ihr euch?

  • Oldenburg: Es kam bei uns der Wunsch nach einem Physikethik-kurs auf.
  • Marburg: Es wäre schön, wenn mehr aufgezeigt wird, wo Physik außerhalb der Uni in anderen Bereichen angewendet wird.
  • Göttingen: Den Abstraktionsprozess bei Problemen auch mal bei Aufgabenstellungen außerhalb der Physik anwenden. Eine Arbeitsaufwandsreduzierung, so dass man beim Studium Generale nicht nur ein Modul mit möglichst wenig Aufwand wählt, sondern tatsächlich auch mal über den Tellerrand schaut.
  • Lübeck: Bei uns gibt es eine recht enge Zusammenarbeit mit dem Biomedizintechnik-Studiengang, sodass viele Studierende zum Master in den anderen Themenbereich wechseln.
  • Marburg: Seminare, wo es nicht nur Aufgaben gibt, die eine einzige Lösung besitzen, die dann vorgestellt wird. Sondern man auch Sachen diskutiert.

Wie ist die Einstellung eurer Professorinnenschaft zu Veränderungen und neuen Konzepten

  • Göttingen: Es gibt Professoren auf beiden Seiten, aber es sehen alle die Problematik mit der steigenden Studiendauer, etc
  • Marburg: Bei uns war erstmal viel Gegenwind zu unserem neuen Master. Die Bereitschaft mehr neue Studis mit BuzzWords und aber auch Neuerungen zu holen, hilft gerade schon durchaus Sachen umzusetzen.
  • Mainz: Bei neuen Modulen kann man sich gut miteinbringen. Wenn es um alteingesessene Module geht, bewegt sich aber so gut wie nichts.

Möchte die Studierendenschaft bei euch tatsächlich auch Neuerungen?

  • Darmstadt: Die Leute, die ich zu der Thematik angesprochen habe, hatten durchaus Interesse. Da viele Studis bei uns Geschichtsmodule belegt haben, wird schon seit ner Weile an einem Jointdegree "Geschichte und Physik" gearbeitet.
  • HU Berlin: Früher konnte man nur mit Lehramt kombinieren, aber das wurde wohl wieder geöffnet.
  • Göttingen: Man kann, wenn man ambitioniert ist, einen Mehrfachbachelor machen.
  • Marburg: Physik ist bei uns nur als Nebenfach verfügbar, da bei Physik als Hauptfach nicht genug LP übrig lässt für ein Nebenfach.
  • HU Berlin: Wenn Leute bei uns was transdisziplinär machen, dann wählen sie aus der Psychologie, da die mit am Standort der Physik angesiedelt ist und Leute ungern Fahrtzeiten in Kauf nehmen für einzelne Module.
  • Marburg: Mehr kritische Auseinandersetzung mit den historischen Erkenntnissen der Physik und wie sie angewendet/interpretiert wurden.
  • HU Berlin: Obwohl das Hauptgebäude nach Lise Meitner benannt wurde, redet niemand in der Uni jemals über ihre Geschichte.

Wie soll es weiter gehen?

Die Projekte aus dem Thinkaton futureMINT des Stifterverbands, aus dem auch das vorgestellte Projekt von Katrin und Elliot entstanden ist, sollen im Rahmen einer Konferenz noch Professoren, Dekanen und co vorgestellt und disskutiert werden. Katrin und Elliot suchen v.a. erstmal eine dozierende Person (gerne auch sehr viele mehr!), die Lust hat, ihre Veranstaltung Pilotweise in Bezug auf transdisziplinäre Exkurse umzugestalten. Parallel holen sie Input, Wünsche und Feedback von Dozierenden und Studis ein und freuen sich über andere überzeugte Personen, die sie unterstützen wollen.

Zusammenfassung/Ausblick

Transdisziplinäre Perspektiven werden im Physikstudium - wenn überhaupt - nur im Wahlbereich/Studium Generale behandelt. Es gibt mittlerweile einige interdisziplinäre Studiengänge sowohl als Bachelor, als auch als Master. Häufig bewegen diese sich jedoch vor allem im MINT-Bereich.\\ Der Wunsch nach einem Blick über den Tellerrand in Physikveranstaltungen ist unter den Studierenden aber auf jeden Fall vorhanden.


Bitte überlege vorher, ob der AK vielleicht in eine bereits existierende Kategorie einordbar ist (in Liste aller Kategorien unter Inhalte).