WiSe12 AK Fuenf ECTS

Einleitung/Ziel des AKs

Stellungnahme der 79. BauFaK zur Forderung der KMK, das Mindestmaß der Modulgröß e auf fünf ECTS-Punkte festzulegen, besprechen, und eine Stellungsnahme der ZaPF ausarbeiten.


Material


5 ECTS

Protokoll vom 17.11.2012

Beginn: 11:45
Ende: 13:15

Redeleitung: Nils (FU Berlin)
Protokoll: Bettina (HU Berlin)

Anwesende:
Freie Uni Berlin, Humboldt-Uni zu Berlin, RWTH Aachen, Uni Augsburg, Uni Bremen, Uni Frankfurt, Uni Göttingen, Uni Heidelberg, Uni Konstanz, Uni Rostock, Uni Tübingen, PsyFaKo

Protokoll

Berliner Unis und Aachen müssen bereits mind. 5 ECTS-Kurse anbieten. Andere Unis haben kleinere Kurse (Frankfurt: Ein Kurs mit 1,5 ECTS).

  • Weniger (kleine) Prüfungen, weniger Prüfungstermine. Ob dies ein Vorteil ist, hängt von den jeweiligen Prüfungstypen ab. Es zeigt sich aber eine verbesserte zeitliche Koordination von Prüfungsterminen, da der organisatorische Aufwand durch weniger Termine geringer gehalten wird.
  • Baukastenprinzip sehr übersichtlich bei ganzzahligen Vielfachen von 5 ECTS-Punkten. Beispielsweise im Wahlpflichtbereich wird so vermieden, dass am Ende ein oder zwei Punkte fehlen und durch eine größ ere Veranstaltung eingebracht werden muss.
  • Verbesserung der Mobilität, sofern alle Unis mitziehen. Kurse müssten zwar weiterhin inhaltlich verglichen werden, würden aber bereits von Größ e und Umfang vergleichbarer werden.

Kontra

  • Größ ere Prüfungen. Durch das Zusammenlegen von Veranstaltungen wird die Stoffmenge pro Prüfung erhöht.
  • Keine kleinen, inhaltlich abgekoppelten Themen, bspw. Seminare mit weniger als 5 ECTS. Es muss eine Lösung gefunden werden, weiterhin kleine Veranstaltungen anbieten zu können, da diese die Vielfalt im Wahlpflicht- und Spezialisierungsbereich erhöhen.
  • Schlechte Mobilität durch Probleme beim Anrechnen von Teilmodulen. Werden nicht alle Vorlesungen eines Moduls belegt, erschwert dies unter Umständen den Universitätswechsel, da das Modul offiziell nicht abgeschlossen ist. Möglicherweise werden dann bereits absolvierte Leistungen nicht berücksichtigt.
  • Baukastenprinzip wird behindert bei nicht-ganzzahligen Vielfachen von 5 ECTS-Punkten. Durch das Weglassen der Forderung auf ganzzahlige Vielfache von fünf kann es zu Situationen kommen, dass ein oder zwei Punkte fehlen, Kurse in der Größ e aber nicht angeboten werden.
  • Unsinnvolle Anpassung von SOPOs. Aus Scheu vor Aufwand könnten bestehende SOPOs einzig in Zahlen, nicht jedoch in Inhalten und Lernaufwand angepasst werden und somit die Diskrepanz zwischen SOPO und Studienalltag verstärken. Auß erdem besteht die Gefahr, dass Studierende bei gleichen Studienpunkten weniger Vorlesungen besuchen können, da diese bspw. von drei auf fünf ECTS-Punkte “aufgerundet” werden. Somit würde die Flexibilität der Studierenden behindert.
  • Besondere Behinderung von Kombi-Fächern. Die Koordination von mehreren Fächern wird erschwert.

Ein Meinungsbild zeigt, dass an Unis mit kleinen Veranstaltungen diese sowohl mit als auch ohne abschließ ende Prüfung existieren. Es ist keine Tendenz erkennbar, ob kleine Veranstaltungen eher mit oder eher ohne Abschlussprüfung bestehen. Daher ist nicht unbedingt gegeben, dass durch die Forderung nach mindestens 5 ECTS-Punkten pro Modul die Menge der Prüfungen reduziert wird.


Die Frage nach der Sinnhaftigkeit der Einführung von Mindestgröß en von Modulen rückt in der Diskussion in den Hintergrund. Der Fokus sollte eher auf der Umsetzung liegen. Es kann große Module geben, in die kleine Veranstaltungen zulassen (die dann eben keine eigenen Module sind). Alternativ kann jede kleine Veranstaltung auf fünf Punkte aufgebläht werden. Es herrscht Konsenz, dass beide Methoden Vor- und Nachteile haben und es in der Verantwortung der Uni-Gremien liegt, eine sinnvolle Lösung zu finden.


Nils’ Kuli ist scheiße.

Zusammenfassung

Im Abschlussplenum soll ein Meinungsbild eingeholt werden. Es wird keine Resolution oder Position verfasst.