SoSe20 AK Selbsthilfe zum Studium in Zeiten von Corona: Unterschied zwischen den Versionen

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Wir haben festgestellt, dass es zwar grad eine schwierige Zeit ist, aber dass es viele Möglichkeiten gibt, sich selbst zu strukturieren und zu motivieren. Sei es über Todolisten, Wochenplänen, mit gutem Essen oder einer Serie als Pause.
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Letztendlich geben wir alle unser Bestes, und am Ende, wenn wir aus dieser Krise herauskommen, können wir sicher sein, dass wir alle unser Bestes gegeben haben.
  
  

Aktuelle Version vom 25. Juni 2020, 11:21 Uhr


Vorstellung des AKs

Verantwortliche/r: Anna (Kiel)

Einleitung und Ziel des AK
Sammlung von Strategien mit den speziellen Herausforderungen eines Studiums in Isolation und im Homeoffice klar zu kommen. Dabei ist alles willkommen: Anlaufstellen, Apps, Belohnungssysteme, was auch immer ;)

Handelt es sich um einen Folge-AK?
Nein. Man könnte das Thema aber auch einmal unter normalen Gesichtspunkten machen, wenn wir zu so etwas wie einer normalen Zeit zurück gekommen sind.

Wer ist die Zielgruppe?
Alle

Wie läuft der AK online ab?
Sammlung von Ideen in einem Pad und ein regelmäßiges Treffen, in dem man sich einfach austauschen kann. Die Regelmäßigkeit wird nach dem Bedarf gerichtet.

Wir treffen uns am 21. Mai um 17 Uhr auf Mumble (Digital ZaPF Sommer 20 => AKs => AK1)

Hier ist die Forumsseite: https://talk.zapf.in/t/ak-selbsthilfe-in-zeiten-von-corona/58

Hier ist die HackMD Seite, zum Protokoll: https://protokolle.zapf.in/DigitalZaPF:Selbsthilfe_in_Zeiten_von_Corona#

Voraussetzungen (materielle und immaterielle)
Keine.

Außer einem Internetzugang

Materialien und weitere Informationen
Wer sich allgemein mit dem Thema psychischer Gesundheit auseinander setzen möchte, kann einen Blick auf diese Seite werfen.

Wenn Dir zu dem Thema geistige Gesundheit auf dieser ZaPF irgendwas fehlt oder Du Vorschläge hast, wie man das Thema besser oder zusätzlich angehen sollte, kannst du mich über die Kanäle auf meiner Benutzerseite erreichen.

Protokoll

Protokoll vom 21. Mai 2020

Beginn
14:05 Uhr
Ende
16:00Uhr
Redeleitung
Anna Summers (Kiel)
Protokoll
Laura (Würzburg)
Anwesende Fachschaften
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel,
Freie Universität Berlin,
Georg-August-Universität Göttingen,
Heinrich Heine Universität Düsseldorf,
Julius-Maximilians-Universität Würzburg,
Philipps-Universität Marburg,
Universität Duisburg-Essen; Standort Duisburg,
Universität Innsbruck,
Universität Potsdam,
Universität Rostock,
Universität zu Köln

Frage: Nutzt ihr To-Do-Listen?

  • Ja, ich strukturiere mich aber auch mit Bullet-Journaling, um die Zeit nicht aus dem Blick zu verlieren. Kalender nehme ich auch überall hin mit. Mein Denkmuster hat sich dahingehend auch verändert, es ist nicht so schlimm, wenn ich eine Sache nicht erledigt habe.
  • Es ist sehr irritierend, nicht mehr zu wissen, was man wann gemacht hat. Dabei hilft das wahrscheinlich auch.
  • Papier-Kalender helfen mir, mich zu strukturieren. Man kann da auch super Dinge eintragen, die man länger erledigen muss. Aber vor allem für ganz konkrete Wochen- und Tagesplanung ist es gut.
  • Momentan sehr viele Termine, Familien Kalender um Termine zu korrdinieren und nichts zu vergessen. Ganz viele Heftnotizen um Alltag zu strukturieren.
  • Auch Notizzettel auf Laptop
  • Persönliche Frage ob lieber analog oder digital:
  • TO-Do-Listen sehr praktisch, weil man dann beim Prokrastinieren nicht einfach Dinge vergisst. Im Nachhinein kann man dann auch gut nachvollziehen, was man gemacht hat. Das motiviert. Tagesplanung: Pausen immer einplanen hilft.
  • Ja Pausen vorher einplanen, kann sehr helfen. Also Tagesplan mit klaren Strukturen.
  • Auch ToDos zeitlich begrenzt oder lange Aufgaben aufteilen. Es geht nicht um die Menge, sondern um die Zeit wo man arbeitet. Ist motivierend, weil man nicht vor dem Berg steht.
  • Genau anders herum.
  • Wieder eine persönliche Frage*
  • Dinge, die mit Druck verbunden sind, mache ich eher eine exakte Zeitspanne lang. Sonst anders.
  • Manchmal diese Zeitliche Begrenzung, um mich zu motivieren anzufangen.
  • Mal gehört, nur erreichbare Ziele zu setzen. Man sollte ToDOListen nicht mit unkonkreten Sachen machen, sondern kleinere Ziele. Je kleiner die Häppchen, desto befriedigender ist es, wenn man etwas geschafft hat.
  • Egal, was man macht: Überhaupt Ziele setzen ist gut. Feste Termine setzen hilft auch, vor allem wenn man es dann noch mit anderen Menschen gemeinsam macht.
  • Termine helfen, Dinge fertig zu bekommen.

Frage: Habt ihr Belohnungssysteme?

  • Belohnen mit Erdbeeren oder Süßigkeiten, in kleinen Stücken.
  • Ich gebe mir Punkte für gelöste Aufgaben. Für viele Punkte gibt es größere Belohnungen, wie zum Beispiel Essen bestellen.
  • Ich belohne mich mit Spazieren gehen oder Gartenarbeit, um an der frischen Luft zu sein und nicht den ganzen Tag am Rechner zu sitzen.
  • Ich lese mein Buch weiter oder schaue eine Serie, wenn ich eine Aufgabe geschafft habe. Oder mache Nickerchen.
  • Ich habe das mit den Serien auch versucht, kann mich dann aber nicht disziplinieren, weiter zu arbeiten.
  • Das ist ein generelles System von Belohnungssystemen, wenn man sich nicht zurückhalten kann sondern immer weiter mit der Belohnung macht.
  • Es ist nicht schlimm, sich vorzeitig zu belohnen, solange man die Aufgabe an sich irgendwann noch weiter macht.
  • Ich stelle mir einen Wecker, dann mache ich weiter.
  • ist alles sehr persönlichkeitsabhängig*

Frage: Habt ihr generell Probleme euch zu motivieren, oder nur, euch auf Arbeit zu motivieren?

  • Ich kann mich für Hobbies sehr gut motivieren. Sobald ich mich bewusst konzentrieren muss (Vorlesungen nacharbeiten,...), fällt es mir deutlich schwerer.
  • Sachen für die Uni machen ist sehr schwer, aber auch andere Dinge zu machen, schwer Motivation dafür zu finden.
  • Mir fehlt der Ortswechsel - zu Hause sind Hobbies, woanders Arbeit. Dinge online zu machen, fällt mir schwer.
  • Konsequent zu sein ist durch die fehlende räumliche Trennung auch schwerer.
  • Man muss ja den eigenen Rechner auch erstmal einrichten, damit der das kann, was der Uni-Rechner kann. Das ist anstrengend und unmotivierend.
  • Man muss es irgendwie hinbekommen, sich zu Hause einen Arbeitsplatz einzurichten. In der Uni ist das alles schon vorbereitet und funktioniert. Auch mit dem Internet hat man weniger Probleme in der Uni. Ich habe dieses Semester gelernt, Präsenzlehre zu schätzen.
  • Zu Präsenz zu schätzen wissen: Normalerweise kann man links und rechts nachfragen. So ist das viel schwieriger zwischendrin zu Fragen (multitasking...). Was mir da hilft: Direkt sobald etwas unklar ist ein Fragezeichen daneben setzen
  • wir gucken uns gemeinsam die Vorlesung an und sind auch über einen anderen Chat verbunden. Danach reden wir noch weiter darüber
  • Ich habe die ganze Zeit das Gefühl, Infos zu verpassen, weil jeder eine andere Plattform benutzt. Es ist schwer, da den Überblick zu behalten.
  • Wir haben eine übergreifende Plattform, die fast jeder nutzt. Da sind dann alle wichtigen Infos zusammengefasst. Bis auf ein paar Ausnahmen bekommt man dann alles mit.
  • Alle wichtigen Informationen werden bei uns per Mail nochmal verschickt, das hilft dann auch.
  • Wenn Profs inkonsequent beim Hochladen ihrer Infos und Folien sind, ist es auch nochmal schwerer, das Ganze zu koordinieren.
  • Manchmal stellen sich dann auch einzelne Personen gegen das System, das führt zu mehr Stress.
  • Es ist sehr ablenkend, wenn Infos über Kanäle kommen, über die man auch chatten kann.

Frage: Habt ihr Probleme mit Einsamkeit? Wie geht ihr damit um?

  • Mir geht es nicht gut damit. Es ist gut, dass ich mit meinem Freund zusammen wohne, aber ein einziger persönlicher Kontakt ist auf Dauer nicht genug. Man verliert auch den Zugang zu Kommilitonen, vor allem, wenn man vorher nicht sehr gut vernetzt war. Das schlimmste ist aber, sich nicht mit Freunden treffen zu können.
  • Mir fehlt eher das Treffen mit Menschen in der Freizeit, aber auch das Lernen mit anderen. Dazu habe ich mich aber mit den Menschen auf Skype verabredet. Wir haben jeweils unsere Sachen gemacht und nicht geredet, aber waren dabei aber nicht alleine.
  • Bei uns haben sich "Corona-WGs" gebildet (immer die selben Personen, um Kontamination nach außen zu vermeiden).
  • Digitale Brettspielabende und Rollenspielrunden helfen, wieder mit Menschen reden zu können.
    • Vassal www.vassalengine.org
    • Tabletopsimulator auf Steam
  • Ich hatte auch vorher nicht das Gefühl, alleine zu sein, weil wir schon immer Videochats, Onlinemeetings und Spieleabende gemacht haben. Auch empfehlenswert sind Online-Kurse, die live stattfinden und Nachfragen/Kommentare ermöglichen.
  • Wir haben einen Discord-Server für die Fachschaft, da "treffen" wir uns für Vorlesungen oder Meetings.
  • Menschen im realen Leben zu treffen und diese nicht knuddeln zu können ist sehr komisch.
  • Wir haben einen Teamspeak-Server, da kann man auch mit Menschen reden.
  • Bei gutem Wetter kann man dann auch mit einer anderen Person Eis essen oder spazieren gehen.

Frage: Wie geht ihr mit Leuten um, die ihr kennt, die sich eurer Meinung nach falsch verhalten (Abstandsregeln, ...)?

  • Ich kenne das Problem auch: Bei meiner Familie sehen die Regeln alle sehr locker, alle besuchen sich gegenseitig usw. Ich teile das Problem.
  • Es kommt auf die Situation an, aber ich versuche, diese Leute dann zu meiden. Manche Personen können sich aus psychischen Gründen auch nicht an die Regeln halten, dann sollte man das annehmen können.
  • Auf den letzten Satz: Man sollte die Leute dann nicht zurechtweisen, sondern eher Alternativen aufzeigen. Mit unterschweilliger Kritik zeigen, dass man es selbst anders macht.
  • Bei mir ist es so, dass ich "Corona-Leugner" inzwischen ignoriere, weil ich mich sonst zu sehr aufrege. Hilft aber leider auch nicht.
  • Ich kenne sowas auch, aber ich kenne auch das andere Extrem: manche Leute neigen mehr dazu, andere zu kontrollieren und sich über nicht eingehaltene Regeln auszulassen.
    • Ich wünsche mir teilweise mehr Akzeptanz für unterschiedliche Auslegung von Regeln.
    • Bei manchen Leuten, die sich sehr aufregen, versuche ich, meine Auslegung der Person zu erklären. Das hilft manchmal, dass mehr Akzeptanz entsteht.
    • Man versucht, alle Menschen am selben Maßstab zu messen. Da hilft es dann am meisten, seine eigene Position zu vertreten und dazu zu stehen, anstatt auf andere zu schauen.
    • Um mir selbst sicher zu sein, was ich tue, hilft es mir, die Zahlen zu betrachten (mit wie vielen Leuten würde ich mich treffen und an wie viele weitertragen).

Frage: Wie geht ihr innerhalb der Fachschaft mit unterschiedlichen Ansichten zu den Regeln um?

  • Beispiel: Soll es mehr Präsenz geben oder nicht? Sollen Fachschaftsfahrten oder bestimmte Veranstaltungen stattfinden?
  • Bei uns gab es die Diskussion nicht, eher Konsens darüber, dass Präsenzlehre keine gute Idee ist und Veranstaltungen abgesagt werden sollten.
  • Es halten sich soweit auch alle an die Beschränkungen, Sitzungen finden online statt.
  • Das Thema kam noch nicht so sehr auf, die Uni macht aber auch noch keine längerfristigen Pläne.

Frage: Fehlen euch Phasen, in denen ihr wirklich gar nichts tut?

  • Ich hatte das Problem schon vor Corona. Mein Wochenplan hilft mir dabei aber, weil ich mir feste Pausen einplane.
  • Ich kann diese Phasen gerade seit Corona gut einplanen, weil man ja häufig auch keine festen Termine hat.
  • Ich kann das Problem nachvollziehen, weil man die ganze Zeit etwas machen könnte. Vorher hatte man häufiger mal Phasen, wo es sich nicht gelohnt hat, zwischen 2 Terminen etwas sinnvolles zu tun.
  • Wenn ich eine Aufgabe fertig habe, mache ich sofort mit etwas anderem weiter, anstatt eine Pause zu machen.
  • Sich einfach mal in der WG über irgendetwas zu unterhalten hilft, weil man da die Zeit vergisst. Das geht aber auch nur während Corona, weil sonst alle viel zu viel zu tun haben.
  • Ich gehe inzwischen regelmäßig Fahrrad fahren, immer die selbe Strecke. Das hilft, abzuschalten. Sport generell hilft.
  • Ich kenne jemanden, der jeden Morgen und Abend einen "Arbeitsweg" simuliert, indem er einmal um den Block läuft. Das hilft wohl, sich in eine Arbeitsstimmung zu bringen.

Frage: Habt ihr wegen Corona neue Hobbies angefangen oder alte Hobbies "perfektioniert"/ wieder aufgenommen?

  • Keine neuen Hobbies, aber ich bin froh, dass ich jetzt Sachen machen kann, die vorher immer nicht genug Zeit hatten.
  • Ich habe viele Sachen, die ich momentan abarbeite, für die ich sonst zu wenig Zeit hätte. Ich gehe auch regelmäßig laufen, weil ich keinen Sport im Verein machen kann. Das hilft beim Abschalten.
  • Ich mache Tanzkurse oder Sportkurse online.
  • Ich zeichne (neu), koche aber auch viel, was ich vorher sehr selten gemacht habe. Idee: Studis vernetzen über gemeinsame Hobbies
  • Ich stricke mehr, vor allem Socken. Außerdem mache ich Bullet-Journaling und Handlettering, um mein Journal schöner zu gestalten. Ich will auch wieder mit Nähen anfangen.
  • Ich lese wieder viel, habe 12 Bücher in 8 Wochen geschafft.
  • Ich habe eine Nähmaschine gekauft, zuerst nur um Masken zu nähen, Nähhobby aufgenommen, mit Häkeln auch wieder angefangen. Außerdem male ich Mandalas.
  • Mandalas mache ich auch, aber nur mit meiner "schwachen" Hand.

Frage: Habt ihr irgendetwas für euch entdeckt, was euch hilft, durch den Tag zu kommen?

  • Wecker stellen jeden Morgen, bzw. generell einen geregelten Tagesablauf zu planen.
  • Mahlzeiten planen und dann auch wirklich bewusst essen, nicht dabei weiter arbeiten. Generell bewusst Pausen vom Arbeiten machen.

Frage: Stellt ihr euch Challenges, die über einen längeren Zeitraum gehen?

  • Beispiel: Jeden Tag etwas bestimmtes auf Social Media posten, ...
  • Ich habe mal eine 30-Tage Yoga-Challenge versucht, bin aber nach 3 Tagen daran gescheitert. Social Media hat für mich aber auch keine große Bedeutung, weshalb ich mit sowas eher nicht in Kontakt komme.
  • Ich habe bei sowas mitgemacht. Es hat mir geholfen, mich zu motivieren, auch wenn es vielleicht eigentlich sinnlos ist.

Frage: Hat eine Fachschaft schon geplant, eine "Selbsthilfegruppe" einzurichten?

  • Es ist wohl keine bekannt, die es geplant hat.

Zusammenfassung/Ausblick

Wir haben festgestellt, dass es zwar grad eine schwierige Zeit ist, aber dass es viele Möglichkeiten gibt, sich selbst zu strukturieren und zu motivieren. Sei es über Todolisten, Wochenplänen, mit gutem Essen oder einer Serie als Pause.

Letztendlich geben wir alle unser Bestes, und am Ende, wenn wir aus dieser Krise herauskommen, können wir sicher sein, dass wir alle unser Bestes gegeben haben.