SoSe26 AK prekäre Arbeit: Unterschied zwischen den Versionen
Aus ZaPFWiki
Weitere Optionen
K Bot: Pad automatisch konvertiert. |
|||
| Zeile 29: | Zeile 29: | ||
''Link zu Protokollen, Artikeln, Gesetzen etc. angeben, Dateien hochladen'' <br \> | ''Link zu Protokollen, Artikeln, Gesetzen etc. angeben, Dateien hochladen'' <br \> | ||
= | = AK Prekäre Arbeit an der Uni (TVStud & Co) = | ||
'''Protokoll''' vom 14.05.2026 | |||
'''Beginn'''<br /> | |||
08:40 Uhr<br /> | |||
'''Ende'''<br /> | |||
xx:yy Uhr<br /> | |||
'''Redeleitung'''<br /> | |||
Anton (Uni Köln)<br /> | |||
'''Protokoll'''<br /> | |||
Annemarie (Uni Köln)<br /> | |||
'''Anwesende Fachschaften''' | |||
<!-- HINWEIS: | |||
Die einzelnen Universitäten bitte durch Entfernen der Kommentarzeichen hinzufügen. | |||
Nur die ERSTEN VIER UND die LETZTEN DREI Zeichen einer Zeile entfernen. | |||
Das Zeichen "-" vor jeder Universität muss verbleiben. --> | |||
* RWTH Aachen | |||
* FU Berlin | |||
* HU Berlin (IMP) | |||
* HU Berlin (Physik) | |||
* TU Berlin (NidI) | |||
* TU Chemnitz | |||
* Universität Düsseldorf (PuMP) | |||
* Universität Düsseldorf (NaWi) | |||
* Universität Erlangen-Nürnberg | |||
* Universität Göttingen | |||
* Universität Hannover | |||
* KIT | |||
* Universität Kiel | |||
* Universität Köln (Physik) | |||
* Universität Wien | |||
== Protokoll == | == Protokoll == | ||
=== Einstieg: Was ist prekäre Arbeit? === | |||
* atypische Beschäftigung: alles, was nicht Vollzeit und unbefristet ist -> reicht nicht, um eigenen Lebensunterhalt zu finanzieren | |||
* NGG 2021: 7,7 Mio von 37,1 Mio atypisch | |||
** Studis immer atypisch, weil max 20h neben Vollzeitstudium | |||
** von atypisch zu prekär: besonders geringer Lohn, keine soziale Absicherung & ungewisse Zukunft | |||
* '''Dörre 2006''' - Kategorien | |||
** "Die Hoffenden" | |||
** "Die Realistischen" | |||
** "Die Zufriedenen" (entschärfte Prekarität) | |||
''Kurze Diskussion:'' | |||
* '''Wo passen Studis hin?''' | |||
** nirgends so richtig | |||
** andere Abhängigkeitsverhältnisse (Arbeitgeber*in/Chef*in bewertet auch, Kopf unten halten) -> am ehesten die Hoffenden, v.a. in der Abschlussarbeit | |||
** passt alles ein bisschen | |||
*** die Hoffenden: am Ende hoffentlich Promotionsstelle | |||
*** die Realistischen: sind angewiesen auf Geld, muss halt passen | |||
*** die Zufriedenen: sind nicht angewiesen aufs Geld | |||
* '''Wo würdet ihr euch einordnen?'''<br /> | |||
hoff: 1<br /> | |||
hoff/real: 2<br /> | |||
real: 1<br /> | |||
zuf: 1<br /> | |||
real/zuf: 1<br /> | |||
alle: 1 | |||
* '''Auswege aus der Prekarität'''<br /> | |||
Blick auf studentisch Beschäftigte: | |||
** Unis größte Arbeitgeberinnen | |||
** dort herrschen prekäre Beschäftigungsbedingungen | |||
** WissZeitVG & Co benachteiligen strukturell | |||
Bei den Unis gilt nicht das Teilzeitgesetz, welches ab 3 Jahren eine unbefristete Stelle garantiert. In den Unis gilt es 6 Jahre unbefristet zu arbeiten und nach den 6 Jahren wird die Situation kompliziert, was oft nicht im Idealfall für die Studis endet, nämlich der Tarifvertrag. | |||
Ein weiteres Problem ist das große Machtgefälle, wenn man sich zum Beispiel gegen seine Profs auflehnt wegen der zu hohen Arbeitsstunden, besteht die Gefahr seine Chancen auf eine Bachelorarbeit, oder weiteres zu verlieren. | |||
'''Verbesserung durch Regulierungen von der Regierung''' | |||
* feste Tarifverträge | |||
* keine Ausnahmen | |||
* z.B. Mindestlohn (seit 2015) | |||
'''Warum werden Leute trotzdem so angestellt?'''<br /> | |||
-> NUR Arbeitgeber*innen profitieren massiv | |||
* flexibler | |||
* geringes Risiko | |||
* Geldersparnis | |||
Die Landesregierungen sprechen sich gegen diese Situation aus (Teilzeitbefristungsgesetz), besonders wird es auch in manchen Koalitionsverträgen festgehalten, trotzdem gibt es noch diese Ausnahmen der prekären Lagen. Die Frage stellt sich warum wird nichts unternommen? | |||
'''Zwischeneinschub: Sozialpartnerschaft'''<br /> | |||
Arbeitnehmer*innen sowie Arbeitgeber*innen haben ein gemeinsames Interesse, dass das Unternehmen (der Staat) gut klar kommt, aber die Interessensgegensätze nach Konsensprinzip geklärt werden und nicht offen ausgetragen werden(?) | |||
Problem ist:<br /> | |||
Dieses System funktioniert nicht mehr in unserem Staatssystem, da der Staat seit den 80er immer mehr darauf achtet von den Sozialpartnerschaften wegzukommen, um mehr ,,Regulierungen bei den Forderungen'' zu haben | |||
'''Was ist TV Stud?'''<br /> | |||
Soziale Bewegung, die den Tarifvertrag für studentisch Beschäftigte erkämpfen möchte (https://tvstud.de/) | |||
* letzte Tarifrunde: Erhöhung des Mindeststunden<br /> | |||
-> seit dem letzten April läuft eine mind. Erhöhungsgrenze von 15,20 € | |||
<blockquote>Einschub Besucher:innen:<br /> | |||
-Gängige Methode ist es kaum Stunden aufzuschreiben, da dies verwaltungstechnisch weniger aufwand ist, da man sich so nur knapp über der Grenze befindet | |||
</blockquote> | |||
<blockquote>Leute die zu viel aufgeschrieben hatten bei den Stunden, hatten dann aufeinmal zu viel gearbeitet, und Angst bekommen dann sich aus der Grenze des Minijobs zu bewegen | |||
</blockquote> | |||
<blockquote>hatte oft nur 6-Stunden-Verträge (Woche) bekommen, weil die Uni meinte nimm oder wir suchen uns jemand anderes, so lag man extrem unter der Minijobgrenze -> kann zum Vorteil oder Nachteil, je nach Uni, für die betroffenen Personen ausgelegt werden | |||
</blockquote> | |||
'''Warum gibt es dann die Ausnahmen? oder Warum gibt es noch keinen TVStud?''' | |||
* kein großes Interesse bei Studis | |||
** Kernorgagruppen und Beteiligung hat abgenommen seit der ersten Tarifrunde | |||
* Menschen arbeiten eh nicht fürs Geld, sondern für (Aufstiegs-)Chancen | |||
* großer Durchlauf an Leuten | |||
* Grund für wenig Interesse: | |||
** keine Kapas neben dem Studium um sich damit auseinanderzusetzen (Lage zu prekär) | |||
** oder man ist zu happy um sich darum zu sorgen | |||
** viele sind Hoffende und setzen darauf zu sehr und kümmern sich somit nicht selbst um diese Situation | |||
** der Flautenwechsel sorgt immer wieder für eine neue Aufnahme an Fahrtwind und bremst so auch den Prozess aus (Studis kümmern sich nicht mehr wenn sie ihr Studium abgeschlossen haben)/ Studium ist keine langfristige Perspektive | |||
** Vorteile nicht bewusst | |||
** Studieren ist (noch) in den Köpfen als ,,kurzer Lebensabschnitt'' verankert (auch von außen vorangetrieben, z.B. Ba/Ma-Reform), so nimmt man die Situation der Ausbeutung einfach mehr hin | |||
** Entpolitisierung von Unis | |||
** Leute die schon politisch sehr eingebunden sind, mit der aktuellen Lage der Welt, haben ihr eigenes Wohl nicht so krass auf dem Schirm | |||
** "gerade wird eh überall gespart, wenn man jetzt für höheren Mindestlohn streitet, verlieren einfach mehr Leute einen Job" | |||
<blockquote>Einschub: Nur weil man selber nicht prekär lebt, weil einen Eltern o.Ä. unterstützen, heißt es nicht, dass die Arbeitsbedingungen nicht prekär sind | |||
</blockquote> | |||
<blockquote>Einschub: Ist aufgefallen, dass damals mehr Motivation sich dafür einzusetzen aus den krassen Drohungen von Seiten des Staates aus resulitierten, auch wenn man Rückwirkend betrachten kann, dass die jetzige Situation schlimmer ist als die vor den großen Aufständen in den 80er (Protokoll 2: die Sprache hat mich verlassen sry) | |||
</blockquote> | |||
<blockquote>Einschub: Man sollte nicht aufhören zu Streiken, weil man Angst hat vor den Kürzungen der Hochschulen, wenn wir ordentliche Tarifverträge hätten, wäre die Situation schon etwas beschaulicher | |||
</blockquote> | |||
<blockquote>Politik wird sich schon anpassen müssen, wenn wir etwas Gutes und Positives für uns und die Unis erkämpfen | |||
</blockquote> | |||
<blockquote>Frage: Warum gibt es wenig Interesse von Seiten der Zapf oder höheren Studiengängen (?) akutstisch nicht so verstanden | |||
</blockquote> | |||
'''Was können wir tun?''' | |||
* Studis organisieren, am besten auch über Tarifrunden hinweg | |||
* gewerkschaftliche Präsenz am Campus zeigen -> auf Arbeitsnehmerinnenrechte überall hinweisen und | |||
* Vernetzungstreffen im Fachbereich oder der Fakultät für Studis mit Nebenjob -> evtl auch als Fachschaft initiieren | |||
* Jahresgespräche mit den PROFS UM ÜBER DIE AKTUELLE LAGE ZU REDEN, ODER häufigere Treffen -> Problem: manche Profs sagen sie können da nichts tun | |||
* in NRW: SHK-Räte einbinden | |||
* DGB/Gewerkschaften einbinden: Infoveranstaltungen organisieren, eingliedern z.B. in Erstiveranstaltungen o.Ä. | |||
* sobald man den Arbeitsvertrag unterschreibt bekommt man meistens einen Infoflyer zum StudPersonalrat, dort sind Infos drin was man tun kann und kleine Tricks sind mit drauf (z.B. eigenes Tablet nicht benutzen für Korrekturen) | |||
* Öffentlichkeit | |||
* ORGANISIEREN! | |||
<blockquote>Frage: In welcher Gewerkschaft organisiert man sich da am besten? Verdi, etc? Als Studbeschäftigt<br /> | |||
Antwort: am besten zum Gewerbe welches zum Nebenjob passt, und das Gewerbe welches am Campus mit die größte Präsenz hat, und man müsse sich da nochmal etwas schlau machen, einfach mal bisschen herumprobieren | |||
</blockquote> | |||
'''Was können wir als Zapf akut tun?''' | |||
* MEHR KLASSENBEWUSSTSEIN -> | |||
* eine Reso schreiben: kein TVStud ist doof/auch keine Lösung an TdL & Co | |||
** Leute finden sich, ca 5-6 | |||
* eine Reso schreiben: pöbelt mal! an FSen | |||
** reinschreiben, dass z.B. Kürzungen und TVStud etc gemeinsam gedacht werden sollten/müssen | |||
* Österreich/Wien möchte gern eine Anschluss-Reso als Grundlage nehmen für österreichische Version für österreichische ZaPF | |||
* Broschüren/Studizeitungen von Gewerkschaften auslegen als FS oder im öffentlichen Uni-Raum (bekommt man z.B. bei Gewerkschaftssekretär*innen), gibts auch digital für Newsletter, etc (kommen bei einigen Studis mehr an) | |||
<pre class="abc">T: Die Internationale | |||
C: Text: Eugène Pottier (1871), Melodie: Pierre Degeyter (1888) | |||
M: 4/4 | |||
K: G | |||
L: 1/16 | |||
D4 | G6 F2 A2 G2 D2 B,2 | E8 C4 E4 | A6 G2 F2 E2 D2 C2 | B,8 z4 D4 | | |||
w: Wacht auf, Ver-dam-mte die-ser Er-de, die stets man noch zum Hung-ern zwingt! Das | |||
G6 F2 A2 G2 D2 B,2 | E8 C4 A2 G2 | F4 A4 c4 F4 | G8 z4 B2A2 | | |||
w: Recht wie Glut im Kra-ter-her-de nun mit Macht zum Durch-bruch dringt. Rei-nen | |||
F6 F2 E2F2 G2 E2 | F8 D4 ^C2 D2 | E6 E2 A6 G2 | F8 z4 A4 | | |||
w: Tisch macht mit* dem Be-drän-ger! Heer der Skla-ven, wa-che auf! Ein | |||
A6 F2 D2 D2 ^C2 D2 | B8 G2 E2 F2 G2 | F4 A4 G4 E4 | D8 z4 B3A1 | | |||
w: Nichts zu sein, tragt es nicht län-ger Al-les zu wer-den, strömt zu-hauf! Völ-ker, | |||
G8 D6 B,2 | E8 C4 A3 G | F8 E6 D2 | D8 z4 D2 | B6 B2 A4 D4 | | |||
w: hört die Sig-na-le! Auf zum letz-ten Ge-fecht! Die In-ter-na-tio- | |||
G8 F6 F2 | E6 ^D2 E4 A4 | A8 z4 B2 A | G8 D6 B2, | E8 C4 A3G1 | | |||
w: na-le er-kämpft das Men-schen-recht. Völ-ker, hört die Sig-na-le! Auf zum | |||
F8 E6 D2 | B8 z4 B4 | d6 d2 c4 B4 | A4-B4 c4 z2 c2 | B6 G2 A6 F2 | G8 z8 |] | |||
w: letz-ten Ge-fecht! Die In-ter-na-tio-na*le er-kämpft das Men-schen-recht.</pre> | |||
= Reso Pad = | |||
https://pads.zapf.in/Yxo-tmH4RzKfrok7bl45YQ# | |||
== Zusammenfassung/Ausblick == | == Zusammenfassung/Ausblick == | ||
Hier ist eine kurze '''Zusammenfassung''' (ggf. mit einem kurzen Ausblick) des AKs '''einzutragen'''. Die Aufgabe fällt den Protokollantika des AK, in erster Linie jedoch den '''Leitika des AK''' zu. | Hier ist eine kurze '''Zusammenfassung''' (ggf. mit einem kurzen Ausblick) des AKs '''einzutragen'''. Die Aufgabe fällt den Protokollantika des AK, in erster Linie jedoch den '''Leitika des AK''' zu. | ||
| Zeile 55: | Zeile 237: | ||
[[Kategorie:Protokoll_Ueberarbeiten]] | [[Kategorie:Protokoll_Ueberarbeiten]] | ||
[[Kategorie:Zusammenfassung Einpflegen]] | [[Kategorie:Zusammenfassung Einpflegen]] | ||
[[Kategorie:Automatisch_Konvertiert]] | |||