SoSe26 AK Refrendariatswochenende: Unterschied zwischen den Versionen
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== Factsheet: Planung des Referendariatswochenendes == | |||
==== 1. Grundlegende Rahmenbedingungen ==== | |||
- Das Referendariatswochenende findet in der Regel in der Jugendherberge | |||
Helmershausen statt. | |||
- Der Ort liegt ungefähr eine Stunde Autofahrt von Göttingen entfernt. Die Anreise ist | |||
damit gut machbar und nicht zu weit. | |||
- Das Wochenende ist normalerweise für den April vorgesehen. Ideal ist ein Termin vor | |||
Beginn der Vorlesungszeit. Wenn das nicht gelingt, sollte der Termin trotzdem früh | |||
genug festgelegt werden. | |||
- Vor Ort sollte direkt nach dem nächsten verfügbaren Termin für das Folgejahr gefragt | |||
werden. Eine frühzeitige Reservierung für das nächste Jahr ist sinnvoll. | |||
==== 2. Erste inhaltliche Planung ==== | |||
- Zu Beginn sollte geklärt werden, welches Konzept das Wochenende überhaupt haben | |||
soll. | |||
- Falls Materialien aus den Vorjahren vorhanden sind, sollten diese zuerst gesichtet | |||
werden. | |||
- Wenn keine Vorlagen vorhanden sind, muss das Programm neu aufgebaut werden. | |||
- Anschließend sollte entschieden werden, welche Formate angeboten werden. | |||
- Mögliche Formate sind Vorträge, Workshops, Podiumsdiskussionen oder offene Frage- | |||
Antwort-Runden. | |||
- Dabei sollte früh überlegt werden, welche Zielgruppe erreicht werden soll. | |||
- Die Auswahl der Inhalte sollte zu den Bedürfnissen der Studierenden passen. | |||
==== 3. Gäst:innen und Programmpersonen anfragen ==== | |||
- Frühzeitig sollte festgelegt werden, wen man einladen möchte. | |||
- Für Vorträge kommen zum Beispiel Personen aus dem Kultusministerium, vom | |||
Studienseminar oder aus der Gewerkschaft infrage. | |||
- Gewerkschaftliche Beiträge können etwa Themen wie Versicherungen, private und | |||
gesetzliche Absicherung oder Verbeamtung behandeln.- Referendar*innen in verschiedenen Ausbildungsphasen können aus ihrem Alltag | |||
berichten. Eine offene Podiumsdiskussion oder ein Question-Answer-Format ist dafür | |||
gut geeignet. | |||
- Für Workshops sollte ebenfalls früh überlegt werden, welche Themen sinnvoll sind. | |||
Dabei kann man sich an bestehenden Formaten orientieren oder bewusst neue | |||
Schwerpunkte setzen. | |||
- Die Anfragen sollten früh beginnen, weil nicht alle Personen Zeit haben werden. Mit | |||
Absagen oder fehlender Rückmeldung sollte immer gerechnet werden. | |||
==== 4. Teamabstimmung und Arbeitsweise ==== | |||
- Wenn mehrere Personen planen, sind regelmäßige Absprachen notwendig. Feste | |||
Treffen helfen, den aktuellen Stand zu klären. | |||
- Bei den Treffen sollte immer besprochen werden, was schon erledigt ist. Ebenso wichtig | |||
ist die Frage, was noch fehlt und was später relevant wird. | |||
- Eine klare Aufgabenverteilung verhindert, dass Informationen verloren gehen. | |||
- Im Team sollte man sich gegenseitig unterstützen und den Rücken freihalten. | |||
- Das ist besonders wichtig, weil alle Beteiligten meist auch Studium, Nebenjobs und | |||
Privatleben unterbringen müssen. | |||
- Der Zeitaufwand wird am Anfang oft unterschätzt. Je näher das Wochenende rückt, | |||
desto stressiger und intensiver wird die Planung. | |||
==== 5. Werbung und Öffentlichkeitsarbeit ==== | |||
- Parallel zur inhaltlichen Planung sollte früh mit der Werbung begonnen werden. | |||
- Gute Kanäle sind Instagram, E-Mail, Plakate und persönliche Ansprache. | |||
Mundpropaganda ist besonders wirksam. | |||
- Werbung sollte so früh wie möglich starten. | |||
- Die Informationen sollten an möglichst vielen relevanten Orten verbreitet werden. | |||
Wiederholte Sichtbarkeit erhöht die Chance, dass sich Studierende anmelden. | |||
- Falls sinnvoll, kann zusätzlich ein Infoabend organisiert werden. Ein Infoabend kann das | |||
Format vorstellen und Unsicherheiten abbauen. Er eignet sich besonders gut, wenn das | |||
Event noch nicht überall bekannt ist. Dabei kann man auch Snacks, Getränke und eine | |||
lockere Atmosphäre einplanen. | |||
==== 6. Anmeldung und Teilnehmendenmanagement ==== | |||
- Früh sollte festgelegt werden, wie die Anmeldung ablaufen soll. | |||
- Möglich sind digitale Anmeldungen, E-Mail-Anmeldungen oder Präsenztermine. | |||
- Wenn Präsenzanmeldungen genutzt werden, sollten feste Zeiten und Orte früh | |||
kommuniziert werden. | |||
- Das Anmeldeformular sollte alle wichtigen Informationen enthalten. Dazu gehören | |||
Kontaktdaten und Angaben, die für die Jugendherberge relevant sind. Auch Hinweise zu | |||
Allergien und besonderen Bedürfnissen sollten abgefragt werden. | |||
- Die Anmeldegebühr sollte klar geregelt sein. | |||
- Es sollte früh entschieden werden, ob und wann Geld eingesammelt wird. | |||
- Wenn viele Anmeldungen erwartet werden, kann eine Warteliste sinnvoll sein. Gerade | |||
bei kurzfristigen Absagen hilft eine Warteliste, schnell nachzubesetzen. | |||
- Es sollte auch geklärt werden, ob Rückerstattungen möglich sind. Diese Frage ist | |||
wichtig, falls Teilnehmende nach der Anmeldung doch abspringen. | |||
- Da Anmeldungen oft spät eingehen, sollte der Zeitraum flexibel genug sein. | |||
==== 7. Finanzplanung und Fördermittel ==== | |||
- Am Anfang sollte ein grober Kostenplan erstellt werden. | |||
- Vorhandene Kostenpläne aus früheren Jahren können als Orientierung dienen. | |||
- Wenn das Wochenende neu aufgebaut wird, müssen Kosten systematisch erfasst | |||
werden. | |||
- Es sollte früh geklärt werden, welche Finanzierungsquellen es gibt. Mögliche Quellen | |||
sind Universität, SQL-Mittel, AStA und Fachschaft. | |||
- Ziel sollte sein, die finanzielle Belastung für Studierende möglichst gering zu halten. | |||
Gleichzeitig sollte die Fachschaft nicht alles alleine tragen müssen. | |||
- Eine Tabelle mit Ausgaben und möglichen Geldquellen ist sehr hilfreich. | |||
- Auch mögliche Ausweichquellen sollten direkt mitgedacht werden. Falls ein Posten | |||
teurer wird als erwartet, muss klar sein, wer einspringen kann. | |||
- Eine feste Ansprechperson an der Universität ist sehr hilfreich. | |||
- Finanzielle Entscheidungen sollten nicht erst kurz vor dem Wochenende getroffen | |||
werden. | |||
- Wenn Referierende schon am Abend vorher anreisen, sollten Übernachtungen | |||
eingeplant werden.- Auch die Anreise (Fahrtkostenerstattung) der Gäst:innen sollte gut organisiert sein. Bei | |||
übernachtenden Gäst:innen muss früh geklärt werden, ob und wie die Kosten | |||
übernommen werden. | |||
- Dafür braucht es einen realistischen Finanzplan. | |||
- Zusätzlich sollte geklärt werden, welches Honorar möglich ist. Hier ist die verfügbare | |||
Finanzierung der entscheidende Rahmen. | |||
==== 8. Abstimmung mit der Jugendherberge ==== | |||
- Sobald Vorträge und Workshops feststehen, sollten die Details mit der Jugendherberge | |||
geklärt werden. Dazu gehören Zimmerverteilung, Verpflegung und räumliche Abläufe. | |||
Auch besondere Bedarfe der Teilnehmenden sollten berücksichtigt werden. | |||
- Allergien und andere wichtige Angaben sollten möglichst schon über den | |||
Anmeldebogen erfasst werden. | |||
- Die Jugendherberge sollte früh über diese Angaben informiert werden. | |||
- Mit den Referierenden sollte ebenfalls rechtzeitig gesprochen werden. Dabei geht es | |||
vor allem um Technik und Raumgröße. Zu klären sind zum Beispiel Beamer, Mikrofone, | |||
Laptops, HDMI-Kabel und weitere Materialien. | |||
- Vor der endgültigen Auswahl der Jugendherberge sollte geprüft werden, ob | |||
Tagungsräume vorhanden sind. Die Räume müssen zum geplanten Programm passen. | |||
Besonders wichtig ist, dass die Herberge mehrere Formate gleichzeitig unterstützen | |||
kann. | |||
- Sonderregelungen wie früherer Zimmerbezug sollten nicht als selbstverständlich | |||
angenommen werden. Solche Dinge sollten jedes Jahr freundlich neu angefragt | |||
werden. | |||
==== 9. Unterkunft, Anreise und Gäst:innen ==== | |||
- Vor Ort sollten nicht nur die Studierenden begrüßt werden, sondern auch die | |||
Gäst:innen. Wenn schon vorab telefoniert oder gezoomt wurde, erleichtert das die | |||
Zusammenarbeit. | |||
- Telefonische Absprachen sind oft schneller und klarer als reine E-Mail-Kommunikation. | |||
Missverständnisse lassen sich so besser vermeiden. | |||
- Eine gemeinsame Anreise mit Bussen, sodass die Studis nicht selbst fahren müssen. | |||
- Fahrtkostenerstattung der Gäst*innen- Ein eigenes Auto oder den Mietwagen nutzen für den Transport von Getränken, Spielen | |||
und das Abholen der Gäst*innen von der nächstgelegenen Bahnstation. | |||
==== 10. Ablauf, Zimmerverteilung und Kommunikation ==== | |||
- Die Zimmerverteilung sollte rechtzeitig feststehen. | |||
- Auch der Ablaufplan sollte früh vorbereitet werden. | |||
- Viele Teilnehmende möchten früh wissen, was sie erwartet. Informationen sollten aber | |||
erst dann verschickt werden, wenn sie wirklich sicher sind. Lieber etwas später, dafür | |||
korrekt und eindeutig kommunizieren. Unklare oder falsche Informationen führen sonst | |||
schnell zu Verwirrung. | |||
- Es hilft, den Tagesablauf vor Ort klar und strukturiert mitzuteilen. Treffpunkte, Check-in, | |||
Check-out und wichtige Zeiten sollten deutlich genannt werden. Die Teilnehmenden | |||
brauchen Orientierung und klare Ansagen. Es ist sinnvoll, zwischendurch immer wieder | |||
zu sagen, was als Nächstes kommt. | |||
- Auch ein Notfallplan für Ausfälle sollte vorhanden sein. Wenn jemand krank wird oder | |||
spontan absagt, ist es gut, eine Backup-Person zu haben. So bleibt man | |||
handlungsfähig und muss nicht kurzfristig improvisieren. | |||
- Listen!!! Teilnehmendenliste, Zimmerlisten, Ablaufpläne | |||
==== 11. Verpflegung und Getränke ==== | |||
- Getränke und Snacks sollten früh mitgeplant werden. | |||
- Eine möglichst breite Auswahl ist sinnvoll. Vegane Snacks sind oft eine gute Basis, weil | |||
sie für viele geeignet sind. Wenn möglich, sollten auch glutenfreie Optionen | |||
berücksichtigt werden. | |||
- Bei Getränken können Zero- oder Light-Getränke sinnvoll sein. | |||
- Eine kurze Abfrage der Vorlieben kann helfen. | |||
- Auch Allergien und besondere Ernährungsbedürfnisse sollten beachtet werden. | |||
- Die Auswahl sollte immer mit dem Budget abgeglichen werden. Eine | |||
abwechslungsreiche, aber finanzierbare Versorgung ist das Ziel. | |||
==== 12. Technik und Freizeitprogramm ==== | |||
- Technische Ausstattung sollte früh organisiert werden. Dazu gehören Mikrofone, | |||
Beamer, Laptops, HDMI-Kabel und Musikboxen. | |||
- Auch für das Freizeitprogramm sollte es früh Ideen geben. Möglich sind | |||
Kennenlernspiele, Outdoor-Spiele, Gesellschaftsspiele, Filme oder Karaoke. Wenn es | |||
vor Ort möglich ist, kann auch eine Feuerschale oder ein Lagerfeuer eingebunden | |||
werden. Musik, Gitarre, Marshmallows oder sportliche Gruppenangebote können die | |||
Atmosphäre stärken. | |||
- Gemeinschaftliche Aktivitäten helfen dabei, dass die Gruppe ins Gespräch kommt. | |||
Gerade bei größeren Gruppen sind einfache, gemeinsame Formate oft besonders gut. | |||
Sie fördern Kontakt, Stimmung und Zusammengehörigkeit. | |||
==== 13. Evaluation und Absicherung ==== | |||
- Gegen Ende der Planung sollte geklärt werden, ob eine Evaluation stattfinden soll. | |||
- Evaluationsbögen sind dafür sehr sinnvoll. Sie helfen dabei, Feedback für spätere | |||
Veranstaltungen zu sammeln. | |||
- Die Rückmeldung kann schriftlich oder digital erfolgen. Ein Online-Tool oder QR-Code | |||
kann die Auswertung erleichtern. | |||
- Auch der Umgang mit Fotos und Bildrechten sollte vorher geregelt werden. Wer Bilder | |||
für Werbung oder Dokumentation nutzen möchte, braucht eine Einverständniserklärung. | |||
Diese sollte rechtzeitig eingeholt werden. So ist die Veranstaltung auch rechtlich besser | |||
abgesichert. | |||
- Einen Code of Conduct oder Awarenesssystem sollte für das Wochenende gelten und | |||
ausgearbeitet werden. | |||
==== 14. Gute Reihenfolge der Planung ==== | |||
- Zuerst Ort, Zeitraum und Grundstruktur festlegen. | |||
- Dann das Konzept und die Formate bestimmen. | |||
- Danach Gäst:innen, Workshops und Vorträge anfragen. Parallel Werbung, Anmeldung | |||
und Kostenplanung vorbereiten. | |||
- Anschließend Finanzierung, Jugendherberge und Technik abstimmen. | |||
- Danach Zimmerverteilung, Ablaufplan und Verpflegung festlegen.- Kurz vor dem Wochenende: Ansagen, Evaluation, Einverständnisse und Notfallpläne | |||
sichern. | |||
- Während des Wochenendes: klar anleiten, gut kommunizieren und flexibel bleiben. | |||
- Nach dem Wochenende: Feedback auswerten und für das nächste Jahr dokumentieren. | |||
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