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\begin{document}

\setlength{\parindent}{0em}
\renewcommand{\arraystretch}{1.5}

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\section*{Partner*innenarbeit: Regeln für die Studiengangsgestaltung}
Die \textbf{Musterrechtsverordnung (MRVO)} legt die Kriterien fest, anhand derer Studiengänge in Deutschland akkreditiert werden. Außerdem enthält sie wesentliche Verfahrensvorgaben für Programm- und Systemakkreditierungen.\vspace{.25cm}

Die MRVO wurde 2017 durch die Kultusministerkonferenz (KMK) verabschiedet und 2025 erstmalig überarbeitet. Sie ist eine Vorlage, die alle Länder in eigene, im Wesentlichen identische Studienakkreditierungsverordnungen übernommen haben.\vspace{.25cm}

Die wichtigsten Akkreditierungskriterien sind in \mbox{§§~8,~9} (formale Kriterien) und \mbox{§§~11-15} (fachlich-inhaltliche Kriterien) festgelegt. Viele Regelungen werden außerdem in der \textbf{Begründung} zum jeweiligen Absatz näher ausgeführt. Im Dokument steht sie nach dem Rechtstext.

\vspace{0.5 cm}

\textbf{Beantwortet anhand der MRVO folgende Fragen:}\vspace{0.25 cm}

Tipp: Strg + F ist sehr hilfreich!\vspace{0.25 cm}

\begin{itemize}
\setlength\itemsep{1.75em}
	\item Was ist ein Modul?
	\item Über welchen Zeitraum erstreckt sich ein Modul?
	\item Welche Mindestgröße (ECTS-Leistungspunkte) soll es haben?
	\item Was gehört in eine Modulbeschreibung?
	\item Welche ECTS-Vorgaben gibt es für Bachelor- und Masterarbeit?
	\item Wie viele Arbeitsstunden entsprechen einem ECTS-Leistungspunkt?
    \item Welche Informationen über einen Studiengang müssen öffentlich zugänglich sein?
    \item Welche vier Kriterien machen Studierbarkeit eines Studiengangs insbesondere aus?
	\end{itemize}\vspace{.5cm}
	
\textbf{Bonusfrage:} Sucht im Modulhandbuch eures Studiengangs eine Modulbeschreibung und prüft, ob das Modul den Kriterien der MRVO entspricht.

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\section*{Station A - Systemakkreditierung und Internes Qualitätsmanagement}

Im Einstiegsvortrag wurde das deutsche Akkreditierungssystem und die beteiligten Stakeholder*innen kurz zusammengefasst. Bei der Systemakkreditierung werden hierbei die Qualitätsmanagementsysteme (QM-Systeme) von Hochschulen überprüft und akkreditiert.\vspace{.5cm}

Für studentische Mitwirkung an einer systemakkreditierten Hochschule ist es essentiell, den Aufbau des eigenen QM-Systems zu verstehen. Ein guter Ausgangspunkt hierfür ist der \textit{Akkreditierungsbericht} aus der Systemakkreditierung. Dieser beinhaltet entweder selbst die relevanten Informationen oder verweist auf eine hochschulinterne Dokumentation, die ihr über die Homepage der Hochschule finden könnt. \vspace{.5cm}

\textbf{Macht euch als Übung mit dem Akkreditierungsbericht und dem QM-System der Uni Hamburg vertraut. Der Bericht ist in der Datenbank ELIAS des Akkreditierungsrats veröffentlicht:}\vspace{.5cm}

\url{https://antrag.akkreditierungsrat.de/akkrhochschulen}\vspace{.5cm}

\textbf{Sucht hier nach \glqq Universität Hamburg\grqq\ und ruft den Akkreditierungsbericht der Erstakkreditierung 2021-2029 auf. Der Bericht beinhaltet einen \glqq Überblick über das Qualitätsmanagementsystem\grqq\ (Seite 5 -- 8). Beantwortet anhand dessen die folgenden Fragen:}\vspace{.5cm}
\begin{itemize}
	\item In welchen Zeitspannen finden die Überprüfungen der Studiengänge statt?\vspace{1cm}
	\item Wo sind Studierende im Verfahren beteiligt?\vspace{1cm}
    \item Wer organisiert die Prüfverfahren der Studiengänge?\vspace{1cm}
    \item Wer prüft die Studiengänge?\vspace{1cm}
	\item Wer trifft die Akkreditierungsentscheidung?\vspace{1cm}
\end{itemize}

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\section*{Station B - Rollenspiel: Ich werde begangen}

\textbf{Eure Gruppe begibt sich mental in das folgende Szenario: Eurer Studiengang befindet sich aktuell in einem Reakkreditierungsverfahren. Nun sind externe Gutachtende angereist und die Begehung findet statt. Die Gutachtenden sprechen mit euch als Studis, es sind (von eurer Hochschule) keine anderen Statusgruppen dabei.}\vspace{.5cm}

Diese Übung dient dazu, das Sprechen mit externen Gutachtenden bei einer Begehung zu üben, denn oftmals sind für diese Gespräche nur 30-60 Minuten vorgesehen. In diesem Zeitraum alles anzusprechen, was euch wichtig ist, kann manchmal eine Herausforderung darstellen. Dabei überlegt euch für die folgenden Gesprächsszenarien immer:

\begin{itemize}
    \item Nach welchen Kriterien wird ein Studiengang akkreditiert? Könnt ihr mit der MRVO argumentieren?
    \item Auf was haben die Gutachtenden Einfluss, auf was nicht?\footnote{Auf Abläufe, die im Hochschulgesetz geregelt sind, Profilanforderungen und individuelle Probleme mit einzelnen Lehrpersonen haben externe Gutachtende meistens leider keinen Einfluss.}
    \item Wie könnt ihr euer Anliegen möglichst präzise und zusammengefasst darlegen?
    \item Was könnt ihr tun, wenn ihr euch im Gespräch nicht ernst genommen fühlt?
\end{itemize}

\textbf{Teilt euch so auf, dass die Hälfte von euch externe Gutachtende und die Hälfte von euch interne Studis sind, deren Studiengang begutachtet wird. Die externen Gutachtenden leiten die untenstehenden Situationen schauspielerisch ein und die Studierenden reagieren spontan. Ihr könnt euch dabei auf euren Studiengang beziehen oder euch auch einen fiktiven Studiengang ausdenken. Tauscht die Rollen nach jeder Situation.}\vspace{.5cm}

\textbf{Situationen}
\begin{enumerate}
    \item Die gutachtenden Professor*innen finden, dass euer Studiengang eigentlich gar nicht so ausgelastet ist, und man eigentlich noch mehr Module pro Semester studieren könnte. Die Arbeitsbelastung wurde in vorherigen Gesprächen von euren Profs als zu gering dargestellt. Was antwortet ihr?
    
    \item Der/die studentische Gutachter*in fragt, ob und wenn ja welche Gleichstellungsmaßnahmen es bei euch gibt, und ob diese von den Studierenden wahrgenommen werden. Ihr merkt, dass einige andere Gutachtende dieses Thema nicht ganz ernst nehmen.

    \item Ihr werden von der Gutachtendengruppe gefragt, was das beste und was das schlechteste an eurem Studiengang ist. Alle Studierende bekommen eine Minute Zeit, diese Fragen zu beantworten. Gutachtende: Versucht auch, kurze Rückfragen zu stellen!

    
\end{enumerate}

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\section*{Station C - Interview mit einem studentischen Gutachtikon}

Ein wichtiger Bestandteil des Akkreditierungsverfahrens ist die \glqq Begehung\grqq, bei der die Gutachter*innen die Hochschule besuchen und Vor-Ort Gespräche führen, die sie gemeinsam mit einem vorgelegten Bericht der Hochschule nutzen, um ein Gutachten zu erstellen.

\vspace{0.5cm}

\textbf{Führt ein Gespräch mit einem ZaPFikon, welches bereits Erfahrung als Gutachter*in hat, um mehr über die Begehung zu erfahren. Fühlt euch eingeladen, die folgenden, aber auch eigene Fragen zu stellen: }

\begin{itemize}
\item Welche Akteur*innen gibt es bei einer Begehung und was tun sie?
\item Was passiert vor der Vor-Ort Begehung?
\item Wie läuft eine Vor-Ort Begehung ab?
\item Was sind die Aufgaben der Gutachter*innengruppe?
\item Wer erstellt wann welche Dokumente bzw. Berichte?
\item Was passiert im Anschluss an eine Begehung?
\item Wie viel Zeit ist zur Vor- und Nachbereitung notwendig?
\item Hat die studierende Person in der externen Gutachtendengruppe eine besondere Rolle? 
\item Wie werde ich überhaupt studentisches Gutachtikon?
\end{itemize}

\textbf{Ihr habt Fragen, die etwas anderes als die Vor-Ort-Begehung betreffen? Fühlt euch eingeladen, auch diese zu stellen!}

\end{document}